

Und diese besseren wirtschaftlchen Voraussetzungen sieht die Lizenzbehörde offenbar zunächst in landesweiten Formaten. Denn die sollen vorrangig behandelt werden. Die Medienwächter ständen insofern unter Druck, weil das DAB-Pilotprojekt auslaufe und der bisher einzige landesweite Lizenznehmer – das Kölner Domradio – sonst plötzlich ohne Frequenzkette dastünde, kommentiert Kleinrahm.
Nicht recht ersichtlich sei, wer nun genau auf die landesweiten Kanäle spekuliere, so Kleinrahm weiter. Der im letzten Jahr vorgeschaltete „Call for Interest“ habe keine Auskunft dazu gegeben, welche der 47 Interessenten mit welchen Formaten auf welche Verbreitungesgebiete reflektierten. Immerhin rang sich LfM-Chef Schmid zu der Angabe durch, es hätten sich 18 Interessenten für landesweite DAB-Kanäle gemeldet, wovon mehr als die Hälfte nicht aus NRW stammten.
Nachrangig und damit nicht zeitgleich wird wohl das zweite, regionale NRW-Mux auf Sendung gehen. Denn vorerst scheint die Definition der regionalen Sendegebiete noch unklar. Die in der ursprünglichen Planung vorgesehenen neun Regionen („Kacheln“) wurden inzwischen auf sechs reduziert. Auf der Sitzung der Medienkommission war aber nun auch von einer Option für nur fünf Kacheln die Rede. Dabei würden die beiden Gebiete „Südwestfalen/Dortmund“ und „Ostwestfalen/Warendorf“ zu einer großen Region zusammengefasst, so Stefan Kleinrahm.

Nicht durchschaubar scheinen auch die Absichten der existierenden Lokalsender des Radio NRW-Verbundes zu sein. Von denen hatten sich nur wenige beim Call for Interest gemeldet. Von den ostwestfälischen Radios war schon zu hören, dass sie nicht bei DAB mitmachen wollten.
Trotzdem will LfM-Chef Schmid für die bestehenden Lokalradios die Tür für einen Einstieg in DAB erstmal offen halten.









