ARD sendet eigenes Digitalradioprogramm zur IFA

Veröffentlicht am 31. Jul. 2013 von unter Deutschland, Mediathek

ARD IFA Radio
Funkausstellungsfunk: Im September 2013 wird Berlins Digitalradiolandschaft um ein Programm reicher, wenn auch nur vorübergehend. Einen Tag vor dem Start der IFA geht das ARD-IFA-Radio via DAB+ im RBB-Mux von 16.00 bis 18.00 Uhr mit einer ersten Testsendung on Air. Während der IFA wird dann täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr aus einem gläsernen Studio am ARD-Digitalradio-Stand in Halle 2.2 der Messe Berlin gesendet. In der restlichen Zeit läuft auf dem Kanal das Programm von radioeins, das Kooperationspartner des IFA-Radios ist.

Rund 20 Mitarbeiter arbeiten redaktionell für das Programm und den begleitenden Blog, darunter die radioeins-Moderatoren Anja Goerz und Jörg Wagner (radioeins Medienmagazin), sowie Daniel Fiene (Antenne Düsseldorf, „Was mit Medien“) und Richard Gutjahr (Blogger und BR-Journalist). Rund ein halbes Dutzend Techniker komplettiert das Team.

Maik Elster vom Projektbüro Digitalradio bei der PREVIEW anlässlich der IFA 2013 in  Hamburg (Foto: PREVIEW)

Maik Elster vom Projektbüro Digitalradio bei der PREVIEW anlässlich der IFA 2013 in Hamburg (Foto: PREVIEW)

Inhaltlich geht es um Innovationen und Trends der IFA, „im Schwerpunkt um Digitalradio“, erklärt Maik Elster von Projektbüro Digitalradio, das beim SWR angesiedelt ist. Im Interview mit RADIOSZENE am Rande der IFA-Preview fasst er das Konzept mit zwinkerndem Auge als „Digitalradio spricht im Digitalradio über Digitalradio“ zusammen. Damit davon jemand etwas mitbekommt, wird radioeins auch in seinem UKW-Programm auf das ARD-IFA-Radio hinweisen. Mit dem Programm wolle man den Messebesuchern zeigen, „wie schnell und einfach ein neues Programm im Digitalradio veranstaltet werden kann“, so Maik Elster.

Damit auch Sender, die in Berlin nicht empfangbar sind, sich den Besuchern präsentieren können, wird es pünktlich zur IFA einen „Digitalradio Demonstrator“ geben. Die HTML5-Website visualisiert, wie die Angebote der Sender auf verschiedenen DAB+-Empfangsgeräten aussehen würden. Dabei geht es insbesondere um Bildinhalte und Textinformationen, die zusätzlich zum Audioprogramm übertragen werden. Ab der IFA wird der Digitalradio Demonstrator auch online verfügbar sein, die Digitalradiosender können den Demonstrator auch auf ihren eigenen Seiten einbauen.

Maik Elster zum IFA-Radio und Digitalradio-Demonstrator:

Digitalradio-Demonstrator simuliert, wie die Programme auf DAB+-Empfangsgeräten aussehen würden. (Bild: Projektbüro Digitalradio)

Digitalradio-Demonstrator simuliert, wie die Programme auf DAB+-Empfangsgeräten aussehen würden. (Bild: Projektbüro Digitalradio)

Mit dem Demonstrator können auch Smartphone-Nutzer ein Digitalradio-Feeling bekommen. Darauf, dass einer der großen Smartphone-Hersteller einen DAB+-Empfänger in seine Geräte einbaut, macht sich Maik Elster jedoch nur wenig Hoffnung: „Schön wäre das auf jeden Fall“, jedoch fahre „jeder Hersteller seine Philosophie“. Apple und Android „sehen ihr Ziel und ihr Heil sehr in Internetdiensten“. Für DAB+ ist dabei wohl kein Platz.

Stattdessen setzt das Projektbüro Digitalradio auf die Autoindustrie, wenn es um die Verbreitung von DAB+Radios geht: „Ins Auto muss es rein, möglichst in Serie“, sagt Maik Elster. Bereits heute würde die Zahl derjenigen Autokäufer, die in ihren Neuwagen auf ein Digitalradio setzen „deutlich steigen“. Es sei ein „ganz klares Interesse“ da, die Medien „zeitgemäßer zu nutzen“, beobachtet er. Rauschendes UKW-Radio sei „nicht mehr zeitgemäß“ und gehöre der Vergangenheit an.

Maik Elster zur Digitalradio-Akzeptanz

Weiterführende Links:

digitalradio.de: Digitalradio in allen Facetten auf der IFA 2013
radio-wird-digital.de: Live-Digitalradio auf der IFA
pre-view-online.com: Digitalradio ist im Markt angekommen

 

Pressemeldung vom 6.8.2013: Die ARD auf der IFA 2013: Vom 6. bis 11. September in Berlin

  • täglich ARD-Radio und -Fernsehen von der IFA
  • Vorstellung der neuesten digitalen Trends
  • Stars zum Anfassen auf mehreren Bühnen

Information und Unterhaltung bietet die öffentlich-rechtliche Senderfamilie ARD auf der IFA 2013 in Halle 2.2. An sechs Ständen und mit einem umfangreichen Bühnenprogramm stellt die ARD neueste technische Entwicklungen in Radio und Fernsehen vor, bietet Einblicke ins Programm und präsentiert Stars aus den Bereichen Information und Show.

Thematisch dreht es sich in Halle 2.2 um Digitalradio, HbbTV und hochauflösendes Fernsehen. Mit dem IFA-Radio aus einem gläsernen Digitalradio-Studio liefert die ARD den Sound zur Funkausstellung, während ARD Digital den „Red Button“, die rote Taste auf der Fernbedienung, im Blick hat. Top-Journalisten und Unterhaltungs-Stars der ARD bieten als Gäste und Akteure auf der ARD-Bühne Abwechslung für die ganze Familie.

„Wir wollen möglichst viele Menschen erreichen, auf möglichst vielen Wegen: Unterwegs ein Film auf dem Tablet oder die Mediathek auf dem HbbTV-Fernsehschirm – die ARD bietet ihren Zuschauerinnen und Zuschauern ihr Programm jederzeit und überall an. Mit der roten Taste auf der Fernbedienung oder einer App auf dem Smartphone kann sich das Publikum interaktiv beteiligen. Auch Radiohörerinnen und -hörer können mit ihrem Digitalradio nicht mehr nur hören, sondern zum Beispiel Cover-Fotos der Musiktitel ansehen oder sich über das aktuelle Wetter informieren. Technologische Entwicklungen sind der ARD wichtig, aber noch wichtiger bleiben qualitativ hochwertige Inhalte“, sagt Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR).

Die Anlaufpunkte in der ARD-Halle 2.2.
Die PDF mit den Anlaufpunkten und Details zu den Themenbereichen ist  hier zum Abruf verlinkt.

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