Erkenntnisse dienen effizienterer und gerechterer Vergabe von Fördermitteln

„Die Studie zur Qualität im Privatrundfunk enthält wertvolle Hinweise, mit denen wir unsere Fördermittel für publizistische Inhalte und Ausbildungsmaßnahmen aus dem Privatrundfunkfonds noch gezielter auf den Bedarf bei den kommerziellen Rundfunkveranstaltern abstimmen können“, erläutert Dr. Alfred Grinschgl, RTR-Geschäftsführer für den Fachbereich Medien, den Zweck der Untersuchung. „Gerade für den Bereich Ausbildung werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Qualität der Privatsender weiter verbessert werden kann. Daher haben wir nun bereits erste Gespräche mit renommierten Ausbildungseinrichtungen aufgenommen, um vermehrt Fortbildungsangebote zu schaffen, die über das Vermitteln „handwerklicher“ Fähigkeiten hinausgehen.“
Bei den redaktionellen Programminhalten nutzen die großen Privatrundfunk-Veranstalter ihre finanziellen, strukturellen und personellen Vorteile durchaus, um mehr aktuelle Nachrichtensendungen und andere publizistische Formate anzubieten, als die kleineren Veranstalter. Insgesamt stehen aber bei allen Anbietern eher Human-Touch- und Service-Themen sowie vereinzelt Kultur- und Kunst-Themen im Vordergrund. Kontroverse, politische Themen und eine kritische Berichterstattung sind allgemein eher unterrepräsentiert.
Erfreuliche Ergebnisse zeigt die Studie auch zur Personalstruktur in den Unternehmen. So setzen die größeren Privatsender ganz überwiegend auf fest angestellte Mitarbeiter, was zum Teil auch auf die Förderungen aus dem Privatrundfunkfonds zurückzuführen ist. Bei der RTR-GmbH ist ein Fonds zur Förderung des Privaten Rundfunks (http://www.rtr.at/de/foe/PRRF_Fonds) sowie des Nichtkommerziellen Rundfunks (http://www.rtr.at/de/foe/NKRF_Fonds) eingerichtet. Im Jahr 2012 stehen dem Fonds 12,5 Millionen Euro zur Förderung des kommerziellen Rundfunks und 2,5 Millionen Euro für den nichtkommerziellen Rundfunk aus dem Bundesbudget zur Verfügung. Im Jahr 2013 werden die Beträge auf 15 Millionen Euro bzw. auf 3 Millionen Euro steigen.
Die Studie „Zur Qualität im Privatrundfunk“ ist auf den Web-Seiten der RTR-GmbH unter folgendem Link veröffentlicht: http://www.rtr.at/de/komp/SchriftenreiheNr22012





