Aus rbbKultur wird radio3: neuer Name, neuer Morgen, neue Stimmen

Ab dem 2. April 2024 sendet die Kulturwelle des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) unter dem Namen „radio3“. Damit startet eine programmliche Neuausrichtung, die dem Austausch über kulturelle Themen und kulturpolitische Debatten im Vergleich zum aktuellen Angebot breiteren Raum gibt. Die erste hörbare Veränderung ist die Sendung „Der Morgen“ von 6.00 Uhr bis 10.00 Uhr mit neuen Moderatorinnen und Moderatoren, größerem Wortanteil und einer neuen Musikfarbe.

radio3 (Bild: © Rundfunk Berlin-Brandenburg rbb)

rbb-Programmdirektorin Martina Zöllner: „Zusammen bilden Berlin und Brandenburg eine der vielfältigsten Kulturlandschaften, die wir in Deutschland haben. Diesen Reichtum soll die Kulturwelle des rbb zum Ausdruck bringen. Wir wollen die Kultur in allen ihren Erscheinungsformen journalistisch aufbereiten und, im Sinne eines Feuilletons für Berlin und Brandenburg, eine relevante Stimme im Diskurs sein. radio3 steht für kulturelle Kompetenz und ein Mehr an qualitativem Wort. Damit hoffen wir, in Zukunft wieder mehr Menschen für das Programm zu begeistern. Der Name ‚radio3‘ ist historische Referenz und Neuanfang gleichermaßen.“

Martina Zöllner (Bild: © rbb / Thomas Ernst)
Martina Zöllner (Bild: © rbb / Thomas Ernst)

Neue Morgensendung auf radio3

Die Morgensendung von 6.00 bis 10.00 Uhr moderieren ab 2. April Jörg Thadeusz, Anja Herzog, Katja Weber und Frank Meyer im Wechsel. Sie stellen aktuelle Kulturereignisse und -debatten in den Mittelpunkt und blicken mit Studiogästen aus Wissenschaft, Bildung, Kultur, Politik und Gesellschaft auf die Themen des Tages. Rezensenten und Reporter berichten über neue Inszenierungen, Events, Konzerte, Ausstellungen und interessante Projekte aus Berlin und Brandenburg.

Dorothee Hackenberg, Programmchefin radio3 (rbbKultur) und radioeins: „Mit radio3 setzen wir bewusst auf Inhalt, Komplexität und Qualität in Wort und Musik. Klare Akzentuierung ist wichtiger als ‚Durchhörbarkeit‘. In unserer neuen Morgensendung wird es weiterhin Rezensionen, Kritiken und Berichte über unsere Kulturregion geben, zugleich planen wir deutlich mehr vertiefende Gespräche über kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen. Klassik spielt bei radio3 weiter eine Hauptrolle, fachkundig ausgesucht und moderiert, künftig in klar definierten Sendestrecken. Unverzichtbar im Programm bleiben Features, Lesungen, Hörspiele, Podcasts und vor allem viele Konzertereignisse – regional und überregional, und gerne auch live.“

Dorothee Hackenberg, Programmchefin radio3 (rbbKultur) und radioeins (Bild: © rbb/Gundula Krause)
Dorothee Hackenberg (Bild: © rbb/Gundula Krause)

Klassische Musik bleibt Markenkern

radio3 strukturiert das Programm auch musikalisch klarer als bisher: Klassik wird überall vorkommen, jedoch in bestimmten Programmstrecken Schwerpunkte haben. In Primetime und Drivetime unterstreicht anspruchsvolle, hochwertige Musik verschiedener Genres von Jazz über Soul bis hin zu Singer-Songwritern die Aktualität, die die erweiterten Wortstrecken vorlegen.

Klassische Musik ist weiterhin der Markenkern von radio3. In den aktuellen Strecken am Morgen und am Nachmittag steht sie als journalistisches Thema im Fokus, von 10.00 bis 16.00 Uhr und ab 19.00 Uhr spielt sie die uneingeschränkte musikalische Hauptrolle. Fester Bestandteil des Programmschemas bleiben die Sendungen „Klassik bis Zwei“ (10.00 bis 14.00 Uhr), die Spezialsendungen „Meine Musik“ (14.00 bis 16.00 Uhr) sowie die Konzertübertragungen am Abend. Weitergeführt werden u.a. auch die bewährten Musiksendungen „Blindverkostung“ mit Christian Detig und Gästen sowie „Schrammek und Käther“ – in Zukunft auch mit Publikum. Am 8. Mai 2024 gibt es erstmals eine „Blindverkostung“ mit Publikum im Studio 14.


Update vom 26.03.2024

Aus rbbKultur wird radio3: Neues Programm beginnt am 2. April

Klare Struktur, kuratierte Musikvielfalt, mehr Raum für Gespräch und Information rund um Kultur, Wissenschaft und Politik: So startet „radio3“ vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am 2. April 2024 und löst „rbbKultur“ ab. Erste hörbare Veränderung der programmlichen Neuausrichtung ist „radio3 am Morgen“ von 6.00 bis 10.00 Uhr. Hier moderieren Jörg Thadeusz, Anja Herzog, Katja Weber und Frank Meyer im Wechsel. Mit einem deutlich vergrößerten Wortanteil verschaffen sie den aktuellen Debatten aus Kultur und Gesellschaft zu Tagesbeginn zusätzliches Gehör.

Dorothee Hackenberg, Programmchefin radio3 und radioeins: „Mit dem Neuaufschlag wollen wir ein regionales und weltoffenes Feuilleton anbieten und damit noch mehr Hörerinnen und Hörer in Berlin und Brandenburg für unser Programm gewinnen. Dabei setzen wir auf Qualität in Musik und Wort, auf Persönlichkeiten in der Moderation sowie auf Kulturkompetenz und Kulturgenuss. Wir senden weiterhin viele hochkarätige Konzertereignisse, gern auch live. Features, Lesungen, Hörspiele und Podcasts bleiben im Programm von radio3 ebenso unverzichtbar.“

radio3 am Morgen startet mit Jörg Thadeusz

Montags bis samstags von 06.00 bis 10.00 Uhr blickt „radio3 am Morgen“ auf Kulturereignisse und -diskussionen der Region. Gemeinsam mit Studiogästen beleuchten Thadeusz, Herzog, Weber und Meyer ausführlich Themen der Stunde und des Tages. Autorinnen und Autoren berichten über Theater- und Opernpremieren, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Mit den „Klassiksplits“ liefert Carolin Pirich hintergründige Geschichten zur Entstehung klassischer Kompositionen. Elisabetta Gaddoni schaut in der Rubrik „Esskultur“ auf das, was wir essen – aus kulturgeschichtlicher Perspektive.

Ebenfalls regelmäßig im Programm: Kunst- und Meisterwerke aus der Region, radiophon in Szene gesetzt. „Kultur kompakt“ schließlich bietet jeweils zur halben Stunde die wichtigsten kulturellen Neuigkeiten und Veranstaltungstipps. Jörg Thadeusz übernimmt die Moderation von „radio3 am Morgen“ in der ersten Sendewoche. Als Gäste begrüßt er u. a. die Soziologin Jutta Allmendinger sowie den Schriftsteller und Kinderarzt Jakob Hein.

Jörg Thadeusz ab 2. April 2024 bei radio3 (Bild: © rbb / Gundula Krause)
Jörg Thadeusz 2015 (Bild: © rbb / Gundula Krause)

Jörg Thadeusz, radio3-Moderator: „Wir können und werden über alles sprechen. Aber dabei die Möglichkeit aufscheinen lassen, dass sogenannter ‚Klartext‘ auch nur eine Meinung von vielen ist. Und mit ‚Ist doch wahr‘ zwar eine zeitgemäße Empörung, aber nicht unbedingt ein kluger Gedanke beginnt. Es soll was los sein im Morgen auf radio3, und darauf freue ich mich.“

radio3 mit neuer Station Voice

Ein anspruchsvoll kuratierter Musikmix prägt die Aktualität in den Sendungen am Morgen und am Nachmittag – starke Stimmen, herausragende Musikerinnen und Musiker, spannende Neu- und Wiederentdeckungen. Für schnelle Orientierung im Programm von radio3 sorgt Schauspieler und Synchronsprecher Matthias Scherwenikas. Er ist die Stimme des neuen Sound Designs und spricht feste Wortelemente wie Sendungs- und Stunden-Opener oder Nachrichten-Jingles. Komponist des Soundlayouts ist Sven Helbig, der bekannt ist für grenzüberschreitende Werke, in denen er elektronische Musik mit Orchester-, Chor- und Kammermusik verbindet.

Neuausrichtung geht weiter

Mit dem Wechsel zum neuen Namen „radio3“ gibt sich das Kulturprogramm ein neues Logo. Im Laufe der kommenden Monate setzt die Redaktion die Weiterentwicklung einzelner Formate und Sendestrecken fort und wird dazu auch den Austausch mit dem Publikum suchen.

Quelle: rbb

Weiterführende Informationen

XPLR: MEDIA Radio-Report