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HIT RADIO FFH ruft am 24. Februar zum „Friedensfreitag“ auf

Anlässlich des Jahrestages des russischen Angriffs auf die Ukraine, diesen Freitag (24. Februar 2023), ruft HIT RADIO FFH zum „Friedensfreitag“ auf – als Zeichen für Frieden in Europa und der gedanklichen Unterstützung für die Ukrainerinnen und Ukrainer in ihrem Land und in Hessen. Marco Maier, Geschäftsführer der FFH MEDIENGRUPPE, appelliert an alle Medienkolleginnen und -kollegen in Hessen: „Lasst uns an dem Tag ein Zeichen für Frieden setzen – jeder auf seine Art!“ Medienkollegen wie RTL Hessen beteiligen sich. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sagt im HIT RADIO FFH-Interview: „Der Krieg wird dann enden, wenn Wladimir Putin die Waffen strecken muss. Deswegen müssen die europäischen Partner, müssen die NATO-Partner, auch alles dafür tun und die Ukraine unterstützen, damit das möglich ist.“

Marco Maier (Bild. © FFH/Markus Altmann)
Marco Maier (Bild. © FFH/Markus Altmann)

„Wir von HIT RADIO FFH werden als deutliches programmliches Zeichen am 24. Februar, im Rahmen unseres freitäglichen Musikspezials von 9 bis 10 Uhr, ausschließlich Songs rund um das Thema Frieden spielen“, so Maier. Zudem berichtet der hessische Radiosender an diesem Tag unter anderem über die aktuelle Lage und die Lebensumstände in der Ukraine und spricht mit geflüchteten Menschen aus dem Kriegsgebiet, wie es ihnen in Hessen geht. „Liebe Medienkolleginnen und -kollegen, lasst uns die Ukrainerinnen und Ukrainer, auch bei uns im Land, nicht vergessen und ihnen gemeinsam mit unseren Hörern, Lesern, Zuschauern und Usern unsere gedankliche und mediale Unterstützung senden!“, appelliert Marco Maier, Geschäftsführer der FFH MEDIENGRUPPE.

Musikspezial zum Thema „Friedenssongs“

HIT RADIO FFH wird als deutliches programmliches Zeichen diesen Freitag, 24. Februar, im Rahmen eines freitäglichen Musikspezials von 9 bis 10 Uhr, ausschließlich Songs rund um das Thema Frieden spielen. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein wünscht sich als Friedenssong beim FFH-Musikspezial den Titel: „Sag mir, wo die Blumen sind“ in der Version von Marlene Dietrich. „Sie hat es 1962 sehr beeindruckend auf einer UNICEF-Gala gesungen und dieser Text sagt eigentlich alles und macht die Sinnlosigkeit von Krieg deutlich. Mich beeindruckt das Lied!“, sagt Boris Rhein.

Zudem berichtet der hessische Radiosender an diesem Tag u.a. über die aktuelle Lage und die Lebensumstände und spricht mit Menschen in der Ukraine, genauso wie mit geflüchteten Menschen aus dem Kriegsgebiet, wie es ihnen in Hessen geht. Darunter die 37-Jährige Zoryana Zhyvetska, gebürtig aus Lwiw in der Westukraine. Gemeinsam mit ihrer Tochter Bogdana (9) kam sie im vergangenen März nach Darmstadt: „Glücklicherweise habe ich eine Wohnung bekommen. Arbeit, Schule – meine Kleine kann alleine zur Schule gehen – Gott sei Dank hat soweit alles geklappt.“

Am „Friedensfreitag“ bei HIT RADIO FFH berichtet außerdem RTL-Medienkollege Stephan Richter von seinen Erlebnissen in der Ukraine. Er hat sich vom ersten Tag an immer wieder wochenlang als Reporter für das Fernsehmagazin ntv und die News-Formate von RTL in der Ukraine aufgehalten. Wie hat er den Krieg und die Menschen in der Ukraine erlebt? Wie geht es ihm persönlich mit einer Berichterstattung in einer solchen Ausnahmesituation? Zudem berichtet HIT RADIO FFH am Freitag, 24. Februar 2023 über die Gedenkveranstaltungen und Kundgebungen in ganz Hessen.


Update vom 24.02.2023  

Der „Friedensfreitag“ bei HIT RADIO FFH: So leben geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer in Hessen und: diese Hilfe fordert Hessens Ministerpräsident von der Bundesregierung

Heute, am 24. Februar, findet bei HIT RADIO FFH der „Friedensfreitag“ anlässlich des Jahrestages des russischen Angriffs auf die Ukraine statt – als Zeichen für Frieden in Europa. Dafür spielt HIT RADIO FFH, im Rahmen eines freitäglichen Musikspezials von 9 bis 10 Uhr, ausschließlich Songs rund um das Thema Frieden und spricht u.a. mit Hessens Ministerpräsident Boris Rhein sowie mit Ukrainerinnen und Ukrainern im Kriegsgebiet und in Hessen. Pavlo Kulinets lebt in der ukrainischen Stadt Brody – zweihundert Meter von ihm entfernt ist eine russische Rakete eingeschlagen: „Das Leben bestand aus Schutzkellern, Luftalarm und dem Warten auf Strom.“ Die 16-jährige Sophia ist mit ihrer Mutter aus ihrer Heimat Poltawa nach Kassel geflüchtet – sie erzählt: „Ich mag Deutschland. Ich denke, ich bleibe hier und möchte noch viele deutsche Städte kennenlernen.“

Hessens Ministerpräsident über seine Forderungen an die Bundesregierung

Ein russischer Angriff auf die Ukraine – viele Menschen sind vor einem Jahr früh morgens von dieser Nachricht aufgeschreckt worden – auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. Im HIT RADIO FFH-Interview erinnert er sich: „Meine erste Gefühlslage war, dass es völlig unvorstellbar ist, dass es vor der Haustür mitten in Europa noch mal Krieg gibt. Und meine zweite Gefühlslage war: wir haben Putin alle unterschätzt und haben seine Drohungen nicht ernst genommen.“ Seine Erwartungshaltung an die Bundesregierung bei der Integration von Flüchtlingen definiert er klar: „Die Bundesregierung muss dringend den Schlüssel – den nur sie hat – bewegen, und zwar zur Steuerung des Zustroms von Flüchtlingen. Wir müssen Strukturen schaffen – in Schulen, in Kindergärten – die nicht einfach zu schaffen sind. Und da muss der Bund sich weiter und stärker engagieren. Wir werden mit dem Bundeskanzler um Ostern herum, die Regierungschefs der Länder, sprechen müssen, wie die Bundesregierung sich weiterhin finanziell engagiert.“

Ukrainer im Kriegsgebiet – „Wir haben jede Woche mindestens ein bis zwei Begräbnisse“

Pavlo Kulinets lebt im Raum Brody, ca. 180 Kilometer östlich der polnischen Grenze. Vor dem Krieg war er Reiseleiter. Jetzt lebt er mit seiner Frau von seiner Imkerei mit 200 Bienenstöcken – sein Geld gibt er lediglich für Essen, Strom und Benzin aus. „Das Schlimmste für mich sind die vielen toten Menschen. Gestern ist wieder ein junger Mann aus unserer Gemeinde gefallen. Wir haben jede Woche mindestens ein bis zwei Begräbnisse“, sagt Pavlo. Einen normalen Alltag gibt es seit Kriegsbeginn nicht mehr, Lebensumstände verändern und Prioritäten verschieben sich. „Letzte Woche ist es viel besser mit der Stromversorgung geworden. Bisher mussten wir unser Alltagsleben nach einem Strom-Einschaltungsplan und dem Luftalarm richten – wenn dieser ertönt, arbeiten die Geschäfte und Ämter nicht, alle müssen in die Schutzkeller gehen, alles ist zu. Das Leben bestand zwischenzeitlich aus Schutzkellern, Luftalarm und dem Warten auf Strom“, erzählt Pavlo Kulinets.

Ukrainer in Hessen – „Ich habe neue Freunde gefunden“

Der Krieg ist allgegenwärtig, auch für Ukrainerinnen und Ukrainer, die aktuell in Hessen leben. Die 16-jährige Sophia ist mit ihrer Mutter aus ihrer Heimat Poltawa nach Kassel geflüchtet. Seit knapp einem Jahr geht sie auf die Georg-August-Zinn-Schule und ist eine von insgesamt 80 Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine. Über ihr erstes Jahr hier in Hessen sagt sie: „Ich lerne Deutsch und bin viel spazieren gegangen, habe neue Freunde gefunden und ein Praktikum in einem Kindergarten gemacht. Am Anfang war es ein bisschen schwer, aber es ist mittlerweile alles gut hier. Ich mag Deutschland. Ich denke, ich bleibe hier und möchte noch viele deutsche Städte kennenlernen.“

Kriegsreporter über seine Angst und seine Dankbarkeit

Dem Aufruf von HIT RADIO FFH zum „Friedensfreitag“ folgt auch RTL Hessen. Reporter Stephan Richter ist seit einem Jahr immer wieder wochenlang für die Fernsehformate von RTL und ntv in der Ukraine. Wie hat er den Krieg und die Menschen dort erlebt? Bei HIT RADIO FFH erzählt er: „Wir waren vor Kriegsbeginn schon zwei Wochen in Kiew, um über die diplomatischen Spannungen zu berichten. Am 23. Februar waren die Straßen in Kiew voll und die Menschen saßen trotz der Eiseskälte in Cafés und haben sich unterhalten. Keine vier Stunden später hört man zum ersten Mal Sirenen für Luftalarm – dass es das überhaupt noch in Europa gibt! Dann haben wir die ersten Raketen gehört, die über uns geflogen sind.“ Wie hat ihn das vergangene Jahr als Kriegsreporter persönlich verändert? Stephan Richter: „Sehr, auf jeden Fall! Nicht zuletzt, um einfach mal dankbar zu sein, dass wir da sind, wo wir in Deutschland sind – so banal das klingt. Damit meine ich primär den Frieden und die Demokratie, die wir hier haben! Es ist nicht selbstverständlich, dass ich von jetzt auf gleich meine Freundin anrufen kann und sie weiß, wo ich bin. Zehntausende in der Ukraine wissen nicht, wo ihr Mann, ihre Frau, die Familie ist oder wann sie sich wiedersehen!“