Neues vom Musikmarkt: Jonathan Jeremiah – Good Day

Veröffentlicht am 13. Aug. 2018 von unter Airplay-Tipps

Die Nachrichtenlage rund um diese Welt wird ja nicht wirklich besser. Umso mehr ist es vielleicht angezeigt, sich hin und wieder daran erinnern zu lassen, dass es sie ja auch noch gibt: Die guten Tage, die kleinen, besonderen Momente im Alltag. Genau davon handelt Jonathan Jeremiahs viertes Studioalbum “Good Day“, welches am 31. August 2018 auf erscheint!

Auf “Good Day“ bündelt der Singer-Songwriter seine Qualitäten wie unter einem Brennglas. Die bemerkenswerte Tiefe seines Songschreiber-Handwerks, diese warme, immer etwas weltmüde Stimme, die sich um Melodien schmiegt, die einen nicht loslassen wollen. Der Upbeat-Groove, dem schwer zu widerstehen ist, reflektiert, wie Jonathan sagt, „meine glücklichsten Momente der letzten drei Jahre“.

“A Solitary Man”, das Debüt von Jonathan Jeremiah, beschrieb die BBC 2011 als „elegant und voller Seele, ein köstliches Artefakt aus der Songschreiber-Klasse der 1970er”. Das Album erreichte Platz 3 und Gold-Status in Holland und wurde auch in Deutschland sowie Belgien in den Top 20 notiert. Auch die Folgewerke “Gold Dust“ (2012) und “Oh Desire“ (2015) brachten weitere Lobeshymnen und nicht zuletzt einen Anruf des legendären James Bond-Komponisten John Barry.

Das Album “Good Day” wurde nun in den Londoner Konk Studios eingespielt, die Kinks-Chef Ray Davies gehören. Jeremiah, der dort selbst produzierte, beschreibt die legendäre Aufnahmestätte, als „eine wundervolle Umgebung, um dort sechs oder sieben Leute zusammenzubringen.“ Sechs oder sieben? Immerhin brachte er das Kunststück fertig, auch noch ein 19-köpfiges Streicher- und Horn-Ensemble irgendwie unterzubringen. „Das versuche ich mit meinen Platten einzufangen“, erklärt Jonathan Jeremiah. „Den Sound von Musikern zusammen.“

Wer “Good Day” gehört hat, weiß: Es ist ein verdammt guter Sound, der selbst schlechte Nachrichten halbwegs erträglich machen kann.

Jeremiahs Musikgeschmack wurde maßgeblich von seinen Eltern geprägt, die in seiner Kindheit Musiker wie Scott Walker, Cat Stevens, Serge Gainsbourg und John Martyn hörten.  

Anspieltipp: „Mountain“

Jonathan Jeremiah Live:
31.08. Frankfurt – Nachtleben [PIAS] Nites
01.09. Berlin – Radioeins Parkfest Gleisdreieck

 

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