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Aktuelle deutschsprachige Musik prägt das Streaming-Jahr 2023

Das Musikstreaming erfreut sich in Deutschland weiterhin wachsender Beliebtheit und verschafft Titeln langfristige Sicht- und Hörbarkeit weit über ihre jeweilige Epoche hinaus. Wie eine Sonderauswertung von GfK Entertainment in Kooperation mit dem Bundesverband Musikindustrie (BVMI) zeigt, wurden im Jahr 2023 fast 213 Milliarden Streams gemessen. Das sind zwölf Prozent mehr als 2022, als 191 Milliarden Streams erzielt wurden. Binnen fünf Jahren hat sich die Zahl sogar beinahe verdoppelt; 2019 waren es noch 108 Milliarden Abrufe gewesen. Rechnet man sämtliche Daten seit dem Start der Erfassung im Jahr 2013 zusammen, so summieren sich die Streams mittlerweile auf über eine Billion.

Entwicklung Musikstreaming seit 2013 (Bild: © GfK Entertainment)
Entwicklung Musikstreaming seit 2013 (Bild: © GfK Entertainment)

Wie die Auswertung weiter belegt, ist aktuelle Musik bei den Menschen besonders beliebt. Mit einem Anteil von 52 Prozent steuerten Produktionen aus den 2020ern im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte aller Streams bei. Insbesondere nationale Acts wie Ayliva, Luciano oder Nina Chuba kamen gut an: Neun der zehn meistgestreamten Künstler:innen mit Titeln aus dieser Dekade waren deutschsprachig. Songs aus den 2010er-Jahren machten 30 Prozent aller getätigten Streams aus, während die 2000er einen Anteil von acht Prozent erreichten. Die Jahrzehnte davor landeten zusammengerechnet bei zehn Prozent.

Nutzung von Musikstreaming 2023: Meistgestreamte Acts/Bands nach Zeitraum der Veröffentlichung (Bild: © GfK Entertainment)
Nutzung von Musikstreaming 2023 (Bild: © GfK Entertainment)

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI: „Das Audiostreaming hat unsere Beziehung zur Musik vertieft. Durch den zeit- und ortsunabhängigen Zugang prägt sie potenziell jede Situation unseres Lebens, was die erneut deutlich gestiegene Zahl gemessener Streams auf nun 213 Milliarden unterstreicht. Dabei war es nie leichter, den eigenen musikalischen Horizont zu erweitern, ganz gezielt oder en passant. Auf diese Weise verhilft Musikstreaming auch älteren Titeln zu neuer oder länger anhaltender Präsenz bei alten und neuen Fans, was entsprechend auch Künstler:innen und ihren Partnern zu Einnahmen über einen deutlich längeren Zeitraum ermöglicht als es im rein physischen Markt der Fall war; ein oft übersehener grundsätzlicher Mehrwert für alle Beteiligten. Davon abgesehen ein weiteres Mal der Hinweis: Neun der zehn meistgestreamten Künstler:innen mit Songs der 2020er Jahre sind deutschsprachig. Angesichts dieser offensichtlichen Popularität müssen sich viele Radiostationen weiterhin die Frage gefallen lassen, wieso deutschsprachige Titel bei ihnen nicht in einem ähnlichen Umfang stattfinden – in den Top 100 Airplay Charts 2023 finden sich ganze vier Titel.“

Florian Drücke (Bild: ©Christoph Soeder 2019)
Florian Drücke (Bild: ©Christoph Soeder 2019)

Dr. Mathias Giloth, Geschäftsführer GfK Entertainment: „Musikstreaming über die verschiedenen Plattformen hat sich weiter fest im Alltag der Menschen etabliert, setzt seinen Höhenflug fort – und ist 2023 sogar wieder etwas stärker als im Vorjahr gewachsen. Neue Rekorde von Acts wie Udo Lindenberg, Apache 207 und Taylor Swift, und auch Newcomer wie Nina Chuba stellen dies eindrucksvoll unter Beweis. Besonders an Weihnachten liefen die Playlisten heiß mit einem Rekord am zurückliegenden Heiligabend, dem Tag mit den meisten Streams aller Zeiten – fast 830 Millionen.“

Nutzung von Musikstreaming 2023 (Bild: © GfK Entertainment)
Nutzung von Musikstreaming 2023 (Bild: © GfK Entertainment)

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