MDR Lieder-Lieferdienst zieht erfolgreiches Fazit

Veröffentlicht am 10. Jun. 2020 von unter Deutschland

MDR JUMPRund 700 Menschen hatten sich seit April um ein Mini-Dankeschön-Konzert der MDR-Ensembles beworben, um sich bei ihren Alltagsheldinnen und -helden in der Corona-Zeit zu bedanken. Nach fast 300 solcher Konzerte in ganz Mitteldeutschland ging der MDR Lieder-Lieferdienst, die gemeinsame Programmaktion von MDR JUMP und MDR KLASSIK, am 5. Juni zu Ende.

An der Tankstelle, im Tierheim, Krankenhaus, Kinder- oder Seniorenheim, vorm Standesamt oder einfach am Gartenzaun – die Bandbreite der Spielorte, an denen Mitglieder von MDR-Rundfunkchor und MDR-Sinfonieorchester in den vergangenen sechs Wochen ihre Lieder ausgeliefert haben, ist riesig. Genau wie die Anzahl der Bewerbungen für so ein besonderes Konzerterlebnis: Rund 700 Menschen wollten ihre Alltagsheldinnen und -helden mit einem Mini-Dankeschön-Konzert überraschen.

In Kriebstein lieferten Falk Hoffmann, Oliver Kaden, Johannes Weinhuber und Philipp Brömsel (v.l.) ein Ständchen aus. (Bild: MDR)

In Kriebstein lieferten Falk Hoffmann, Oliver Kaden, Johannes Weinhuber und Philipp Brömsel (v.l.) ein Ständchen aus. (Bild: MDR)

Mitten in der Zeit der corona-bedingten Kontaktsperren ist der MDR Lieder-Lieferdienst am 27. April gestartet. In kleinen Ensembles waren die Musikerinnen und Musiker des MDR-Rundfunkchors und des MDR-Sinfonieorchesters von Salzwedel bis Plauen, von Eisenach bis Görlitz überall im Sendegebiet unterwegs. Insgesamt spielten sie bis zum 5. Juni fast 300 Konzerte an 187 Orten in Mitteldeutschland.

Mini-Konzert auf dem Parkplatz: Fagottisten aus dem MDR-Sinfonieorchester in Stendal (Bild: MDR)

Mini-Konzert auf dem Parkplatz: Fagottisten aus dem MDR-Sinfonieorchester in Stendal (Bild: MDR)

So ungewöhnlich die Auftrittsorte oder die Geschichten der Beschenkten teilweise waren – der Dank und die Freude über die kleine Auszeit und Ablenkung in den turbulenten Zeiten war an allen Orten der Konzerte riesig. „Normalerweise kommt unser Publikum zu uns ins Konzert, aber mit dem Lieder-Lieferdienst war es andersrum. Diesmal sind wir zu den Menschen gefahren. Darüber waren unsere Zuhörerinnen und Zuhörer so glücklich und dankbar, das haben wir bei jedem Auftritt und bei jedem Lied gemerkt“, sagt Sänger Philipp Brömsel aus dem MDR-Rundfunkchor.

Zu den ungewöhnlichen Auftrittsorten beim MDR Lieder-Lieferdienst gehörte für Liv Bartels (rechts) der Garten der Sinne in Dresden. (Bild: ©MDR/Johanna Wolf)

Zu den ungewöhnlichen Auftrittsorten beim MDR Lieder-Lieferdienst gehörte für Liv Bartels (rechts) der Garten der Sinne in Dresden. (Bild: ©MDR/Johanna Wolf)

Seine Kollegin Liv Bartels, Bratschistin im MDR-Sinfonieorchester, ergänzt: „Wir haben die Menschen sprichwörtlich vor der Haustür mit unserer Kunst abgeholt. Zeigen zu können, dass Klassik nicht steif und elitär sein muss, sondern auch im Hinterhof oder im Garten berührt und auszudrücken vermag, was nicht in Worte zu fassen ist, war für uns eine wunderbare Erfahrung.“

Auch MDR-Programmdirektorin Katja Wildermuth freut sich über diesen großartigen Publikumserfolg: „Die Menschen haben uns ihre ganz persönlichen Geschichten anvertraut und uns zu sich eingeladen. Mit dem Lieder-Lieferdienst haben wir in der schwierigen Zeit der Kontaktbeschränkungen Menschen – mit Abstand – durch die Musik näher zusammen gebracht. Unsere tollen Ensembles haben gezeigt, was Musik auch in schwierigen Zeiten bewirken kann. Damit haben wir einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft geleistet, indem wir auf kreative Weise Kultur zu den Menschen gebracht haben, als andere Möglichkeiten eingeschränkt waren.“

Dr. Katja Wildermuth (Bild: MDR/Kirsten Nijhof)

Dr. Katja Wildermuth (Bild: MDR/Kirsten Nijhof)

Der MDR hatte den Lieder-Lieferdienst als gemeinsame Programmaktion von MDR JUMP und MDR KLASSIK in der Corona-Krise ins Leben gerufen, um so seinem Publikum zu ermöglichen, sich trotz Kontaktbeschränkungen liebevoll bei persönlichen Heldinnen und Helden des Alltags zu bedanken. Die Aktion wurde im MDR FERNSEHEN und in den Programmen der Landesfunkhäuser umfassend begleitet.

 

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