ma 2018: Neue Hörerzahlen für Radio und Online-Audio

Veröffentlicht am 11. Jul. 2018 von unter Deutschland

ma 2018ma 2018 Audio II: Radio und Audio kommen auf allen Kanälen gut bei den Hörern an – 95% schalten regelmäßig ein. Reichweiten-Niveau ungebrochen auf Höchstkurs

Alles, was hören kann, nutzt Radio/Audio. 95 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung schaltet regelmäßig ein. Der Empfangsweg, also ob via UKW oder via Web empfangen wird, spielt in der Welt der Hörer kaum noch eine Rolle. Hauptsache: das, was raus kommt, ist Radio. Dabei machen sich Alexa, Küchenradio oder DAB+ Gerät im Auto keine Konkurrenz, sondern ermöglichen einen nahtlosen Empfang der Lieblingssender.

Radio und Audio haben im Leben der Menschen ihren festen Platz. Fast jeder Deutsche ab 14 Jahren (95,2 %) stellt regelmäßig seinen Lieblingssender ein, sei es das klassische Radio (93,8 %) oder Webradio, Streaming und Co. (Radio / Audio innerhalb der letzten 4 Wochen gehört). Radio hat im Alltag der Menschen einen festen Platz. Unverändert schalten 77,6 Prozent der Deutschen täglich ein (Tagesreichweite, Mo-Fr) und dies für über 4 Stunden lang (Verweildauer, Mo-Fr). Dies bestätigen die von der Arbeitsgemeinschaft Mediaanalyse in Frankfurt veröffentlichten Eckdaten zur Audionutzung ma 2018 Audio II (siehe unten!).

ma 2018 Audio II

Diese feste Größe im Alltag der Menschen manifestiert sich in seit Jahren stabilen Nutzerzahlen. Daraus wird deutlich, welche Bedeutung das Radioprogramm für die Menschen hat. Sich mit Moderation, Musik, Informationen und Unterhaltung durch den Tag begleiten lassen, das ist die Aufgabe von Radio, die es mit Bravour meistert. Welcher Empfangskanal dabei genutzt wird, das ist für die Hörer zweitrangig.

Mehr noch: Sie wünschen sich sogar ein Zusammenwachsen der Audiowelt und die Vereinigung zur Audiounion, wie die Studie „Planet Audio 2025“ von Radiozentrale, AS&S Radio und RMS zeigt. Ein Gerät, Handy, Sprachassistent oder eine Fernbedienung steuern die gesamte Audiowelt der Hörer. Der Unterschied zwischen den Empfangswegen ist für die Nutzer kaum noch ausmachbar. Audio ist für die Hörer in seiner Vielfältigkeit so wichtig, dass es immer und überall problemlos nutzbar sein soll (weitere Infos zur Studie und den Erkenntnissen daraus unter: www.planetaudio2025.de). Die Radiosender gehen in ihren Angeboten schon ein großes Stück in Richtung dieser Audiounion mit einer Vielzahl an Special-Interest-Programmen oder Podcastangeboten zur Nutzung on-demand, wie zum Beispiel neuen Nachrichtenformaten, Comedy oder Verkehrswarnsystemen in Echtzeit.

Lutz Kuckuck (Bild: Radiozentrale)

Lutz Kuckuck (Bild: Radiozentrale)

Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, fasst die Studienergebnisse der neuen ma Audio 2018 II und die derzeitige Situation von Radiodeutschland wie folgt zusammen: „Radio erfindet sich jeden Tag neu. Jeden Tag ein bisschen anders, jeden Tag ein bisschen näher an die Hörer heran. Diese Radio-Evolution ist der Garant für die stabilen Audionutzungsdaten, die uns heute wieder bestätigt haben, dass Radio einen ungebrochen hohen Stellenwert bei den Mediennutzern hat. Die Sprachassistenten werden die Audionutzung noch weiter verstärken, denn wie Sascha Lobo im Januar richtig sagte, ist Sprachsteuerung die bisher niedrigschwelligste Interaktion mit der digitalen Welt. Wie man am besten via Sound die Menschen erreicht, das wissen wir Radioleute einfach. Das liegt in unserer DNA.“


ma 2018 Audio II – Zweite Ausgabe der neuen Konvergenzwährung für Radio und Online-Audio

  • Stabil hohe Audio-Nutzung – 98,9 Prozent der Bevölkerung haben schon einmal ein klassisches Radio- und/oder Online-Audio-Angebot gehört.
  • Einheitliche Datenbasis zur Planung von klassischen Radio-, Online-Audio- und konvergenten Angeboten.
  • ma 2018 Audio II ist die zweite Berichterstattung, die die ma Radio vollständig inkludiert.

Seit diesem Jahr erscheint die neue ma Audio im Veröffentlichungsrhythmus der bisherigen ma Radio (2x pro Jahr plus Update) und inkludiert deren Berichterstattung vollständig. Diese Umstellung liefert eine erweiterte Datengrundlage und ermöglicht auf einer einheitlichen Basis eine konvergente Planung von Radio und Online-Audio, und das kontinuierlich über das ganze Jahr hinweg – die ma Audio ist dadurch die „Konvergenzwährung für Radio und Online-Audio“, so der Untertitel der neuen Studie.

Als Konvergenzstudie enthält die ma Audio neben den bisher in der ma Radio ausgewiesenen klassischen Radioangeboten auch Reichweiten für Online-Audio-Einzelsender, Musik-Streamingdienste, User Generated Radios sowie für Online-Audio-Werbekombinationen und Konvergenzangebote. Insgesamt werden 365 Angebote abgebildet und in der ma 2018 Audio II am 11. Juli veröffentlicht.

Jan Isenbart (Bild: agma)

Jan Isenbart (Bild: agma)

Jan Isenbart, Vorstand Radio/Audio der agma, zu den bereits veröffentlichten Eckdaten der Audio-Nutzung in Deutschland: „Radio- und Online-Audio-Inhalte werden nahezu von jeder Person der deutschsprachigen Bevölkerung genutzt. Diese stabil hohe und auf den unterschiedlichsten Übertragungswegen stattfindende Nutzung zeichnet die Gattung Radio/Audio als modernes Massenmedium aus. Die ma Audio trägt genau diesem zunehmend konvergenten Nutzungsverhalten Rechnung, indem den Kunden und Agenturen miteinander vergleichbare Radio- und Online-Audio-Leistungswerte zur Verfügung gestellt und somit audio-übergreifende Media-Entscheidungen ermöglicht werden.“

In einem 4-Wochen-Zeitraum (Weitester Hörerkreis) wird mindestens ein klassisches Radio-Angebot von 93,8 Prozent der deutschsprachigen Personen gehört; von 95,2 Prozent ein klassisches und/oder Online-Audio-Angebot. Noch ausgeprägter ist dieser Unterschied insbesondere in der werberelevanten Zielgruppe. So zählen bei der „Audionutzung Gesamt“ 95,2 Prozent der 14- bis 49-Jährigen zu den Hörern des Weitesten Hörerkreises, bei „Radio Gesamt“ sind es 92,9 Prozent. Die Nutzer von klassischen Angeboten bleiben ihren Sendern analog der ma 2018 Audio I mit einer Tagesreichweite von 77,6 Prozent und über vier Stunden täglicher Verweildauer (247 Minuten) konstant auf hohem Niveau treu.

Weitere Ergebnisse sind der Tabelle „Eckdaten der Audio-Nutzung“ zu entnehmen.


Zum Hintergrund – das Modell der ma Audio

Die ma Audio verknüpft drei Studien – die bisherige ma Radio und die Logfile-basierte Messung der ma IP Audio sowie eine eigens erhobene Online-Tagebuchstudie:

  • Die ma Radio basiert auf einer repräsentativen Befragung von knapp 70.000 Personen der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren und ermittelt die Radionutzung für alle Sender und alle Verbreitungswege (UKW, DAB+, Internet) gleichermaßen.
  • Die ma IP Audio erfasst per Logfile-basierter Messung gezielt die Nutzung von Online-Audio-Angeboten und Musik-Streaming-Diensten.
  • Die Online-Tagebuchstudie liefert die dafür notwendigen demografischen Informationen, welche Personen über welche Geräte welche Angebote hören.

Detaillierte Ergebnisse der ma 2018 Audio II der einzelnen Sender und Vermarktungskombinationen sowie der Online-Audio-Angebote werden am 11. Juli ab 10:00 Uhr veröffentlicht.

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