Innovation bei baden.fm: EVA 2.0 simuliert echte Moderatoren-Stimme

Heute hat baden.fm das Upgrade zur Version 2.0 von EVA (Event-Driven Voice Articulation) gestartet. Die Aktualisierung bringt erhebliche Verbesserungen und erweiterte Funktionen, die den Nutzern ein optimiertes und realistischeres Hörerlebnis bieten.

Statt einer Computerstimme wird von EVA 2.0 nun baden.fm-Moderator Markus Schäfer simuliert. (Bild: © Funkhaus Freiburg)
Markus Schäfer (Bild: © Funkhaus Freiburg)

Ein bedeutender Fortschritt von EVA 2.0 ist die Verbesserung der Sprachsimulation. Statt einer synthetischen Computerstimme simuliert das System nun die Stimme des im Programm bekannten Moderators Markus Schäfer von baden.fm. Dieser Fortschritt bietet den Hörern ein natürlicheres und angenehmeres Hörerlebnis, das die menschliche Interaktion besser nachbildet. „Dass wir beim Einsatz der simulierten Moderatoren-Stimmen weiterhin auf Transparenz setzen, ist oberstes Gebot“, erklärt baden.fm-Geschäftsführer Christian Noll. „Für die Hörerinnen und Hörer muss immer klar sein, wenn digital generierte Inhalte gesendet werden.“

Christian Noll (Bild: © baden.fm)
Christian Noll (Bild: © baden.fm)

In einem weiteren Schritt hat baden.fm die textliche Grundlage für die vom Servicesystem Eva ausgestrahlten Wetter- und Verkehrsinformationen verbessert. Mit einem von Funkhaus Freiburg entwickelten System werden die Texte weiterhin aus Rohdaten der bekannten Quellen (Deutscher Wetterdienst, ADAC o.ä.) generiert. Jedoch werden diese künftig nicht wie bisher in Textbausteine eingefügt. Vielmehr werden die Informationen unter Verwendung von KI nun in einen moderativen Fließtext umformuliert. Diese Verbesserungen ermöglichen eine größere Abwechslung und eröffnen die Möglichkeit, auf Änderungen schneller zu reagieren. „Unser journalistischer Qualitätsanspruch bleibt natürlich unverändert hoch, und er darf nicht durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz verwässert werden“, so Noll zur Haltung von Funkhaus Freiburg im Umgang mit KI.

Sven Sobotta

Entwickelt wurde dieses System von Sven Sobotta, dem Leiter Digital und Technik bei baden.fm. Er erklärt den Hintergrund so: „Das System kann generierte Texte via API an KI-Systeme wie Chat-GPT senden, um eine größere Textvielfalt zu erreichen. Indem das System spezielle Prompts verwendet, die auf realen Daten basieren, werden die sogenannten ‚KI- Halluzinationen‘ vermieden. Damit ist auch sichergestellt, dass die von der KI generierten Inhalte korrekt und verlässlich sind.“

Mit dem Servicesystem EVA, das auf der Content Creation Itelligence (CCI) von Konsole basiert, hatte baden.fm bereits im vergangenen Jahr eine Revolution gestartet. Das Angebot eines Serviceblocks mit Wetter- und Verkehrsinformationen in den nicht moderierten Nachtstunden war eine inhaltliche Qualitätssteigerung. In der ersten Version steckte hinter dem Text-to-Speech-Modell eine reine Computerstimme.

„Dass wir nun mit der Stimme von Markus Schäfer eine echt klingende, bekannte Stimme on air haben, ist für die Hörbarkeit des Programms von großer Bedeutung“, freut sich Programmdirektor Frank Januschke. Wichtig sei, so Januschke weiter, dass baden.fm bei den Quellen für seine Informationen mit diesem System auch künftig nicht auf unsichere KI-Quellen setze.

Frank Januschke (Bild: baden.fm)
Frank Januschke (Bild: baden.fm)

Mit diesen Verbesserungen setzt baden.fm seinen Weg fort, Technologie und Innovation zu nutzen, um den Hörern das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Zu hören ist das Servicesystem EVA im Nachtprogramm von baden.fm zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.

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