LfM schreibt neue Frequenzkette in NRW aus

Veröffentlicht am 06. Feb. 2014 von unter Deutschland

LFM_frequenzen_bigDie Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) veröffentlichte heute eine Ausschreibung zur Verbreitung eines Hörfunkprogramms auf einer neuen Frequenzkette. Abdecken kann diese das gesamte Bundesland zwar noch nicht – das Interesse dürfte trotzdem groß sein.

Möglich geworden sei die Ausschreibung nach Angaben der LfM durch den Frequenztausch zwischen dem britischen Soldatensender BFBS und dem Deutschlandradio Kultur 2010 (RADIOSZENE berichtete). Die 11 Frequenzen, darunter auch die einst in Olpe für den Lokalfunk vorgesehene, könnten das Bundesland nicht vollständig versorgen und bilden auch kein zusammenhängendes Sendegebiet. Jedoch stünden möglichweise nach abschließender Koordinierung durch die Bundesnetzagentur später weitere 11 UKW-Frequenzen zur Verfügung. Ob diese Wellen der neuen landesweiten Kette wirklich zugeordnet werden können, sei allerdings noch nicht sicher.

Bestandteil der heute veröffentlichen Ausschreibung sind:

  • Dorsten 97,0 MHz (200 Watt)
  • Essen 88,3 MHz (100 Watt)
  • Bochum 89,3 MHz (320 Watt)
  • Hagen 89,4 MHz (320 Watt)
  • Köln 89,9 MHz (30 Watt)
  • Krefeld 90,5 MHz (100 Watt)
  • Mülheim 93,7 MHz (500 Watt)
  • Attendorn 107,8 MHz (200 Watt)
  • Lennestadt 98,9 MHz (100 Watt)
  • Olpe 89,0 MHz (500 Watt)
  • Herdecke 107,2 MHz (100 Watt)

Bis zum 28.04.2014, 12.00 Uhr, können sich interessierte Rundfunkveranstalter bei der LfM bewerben. Die detaillierten Unterlagen sind auf der Homepage der Medienanstalt zu finden. Beobachter rechnen Veranstaltern eines Jugendradios gute Chancen zu, das u.a. von radioNRW mitgestaltet werden könnte, doch auch von anderen Hörfunkprogrammen sind Bewerbungen zu erwarten. Neben den privaten Lokalradios ist eine größere Vielfalt von Radioprogrammen in Nordrhein-Westfalen derzeit ausschließlich über den digitalen Rundfunk DAB+ zu empfangen. Weitere Frequenzketten für den privaten Rundfunk oder weitere Lokalradios gibt es, abgesehen von dem domradio, bis dato in NRW nicht.

Weiterführende Informationen
LfM: “Zuweisung analog terrestrischer Übertragungskapazitäten für die landesweite Verbreitung von privatem Hörfunk”

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