Digitalradio in Baden-Württemberg: Wenig Platz, viele Bewerber

Veröffentlicht am 03. Feb. 2014 von unter Deutschland

Digitalradio-BW-smallDrei landesweite Digitalradio-Sendeplätze schrieb die Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg aus. Am Freitag ging die Ausschreibung zu Ende. Nun ist bekannt, wer sich beworben hat.

“Mit dieser Resonanz haben wir nicht gerechnet”, so LfK-Sprecher Axel Dürr gegenüber RADIOSZENE. Auf nur drei Sendeplätze bewarben sich insgesamt neun Programmveranstalter. Darunter seien neben überregionalen Radioprogrammen auch Lokalsender sowie das Schlager-Webradio “Radio VHR”. Das sei ein klares, positives Signal aus dem Südwesten Deutschlands. Gerade auch die Bewerbungen der kleineren Stationen werte man als erfreulich, schließlich würden sich so für die jeweiligen Programmveranstalter, die sich alle mit ihrem bisher schon auf UKW verfügbaren Hauptprogramm beworben haben, neue Vermarktungsmöglichkeiten ergeben, so Dürr. Außerdem sei bemerkenswert, dass die Landesmedienanstalt keine Fördergelder den Sendern zur Verfügung stelle. Die Sender scheinen überzeugt von DAB+.

Die LfK veröffentlichte bisher keine Liste der eingegangenen Bewerbungen. Man wolle vorerst noch Gespräche u.a. mit dem SWR führen, um möglichst vielen Sendern eine Verbreitung im landesweiten Multiplex auf Kanal 11B ermöglichen zu können, in dem u.a. die sechs Programme des SWR zu hören sind. Erst dann, innerhalb der nächsten Wochen, wolle man eine Auswahlentscheidung treffen und das Ergebnis veröffentlichen.

Auf die gegenwärtig drei freien Programmplätze neben den vier Privatstationen, die schon on air sind (bigFM WorldBeats, egoFM, LiveRadio, Schwarzwaldradio), haben sich noch folgende Stationen beworben:

  • Donau 3FM
  • Radio Regenbogen
  • Antenne 1
  • Radio 7
  • Die neue Welle
  • Hitradio Ohr
  • VHR Radio (MySchlager)
  • Die neue 107.7
  • Radio TON

Auf der “Digitalradio-Agenda” im Ländle steht nun zunächst der Wechsel der öffentlich-rechtlichen Programme in die eigenen DAB-Sendenetze auf den Kanälen 8D und 9D. Im Hinterkopf behält man zudem einen eigenen Programmplatz für Lernradios wie z.B. Hochschulprogramme und andere nicht-kommerzielle Sender.

Update 03.03.2014: Die LfK hat die Ausschreibung bis 28. März 2014 verlängert und vergibt nun insgesamt neun bzw. je nach genutzter Bandbreite zehn Plätze im Digitalradio. Bisher eingereichte Bewerbungen (o.g.) bleiben bestehen, können aber noch verändert werden. Die genauen Unterlagen sind auf der Homepage der LfK als PDF-Dokument zu finden.

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