
Ian Forrester vom Future Media North Lab in Salford hatte die Idee: Herauszufinden, welche Tätigkeiten während des Radiohörens stattfinden und welche Geräusche sie verursachen (von Herumlaufen über Geschirrklirren beim Spülen bis zum Räkeln im Sessel), um diese dann in das „Programm“ zu integrieren. Neben Designfragen sollte ein weiteres Problem gelöst werden: Welche Reaktion sollte das Gerät bei bestimmten Ereignissen bieten? Wie kann Hörgenuss optimiert werden, wenn die Lautstärke sich beim Herumlaufen verringert oder ein Telefonanruf stört?


Das Modul enthält ein Mikrofon, das Umgebungsgeräusche aufnehmen und bestimmte Töne verstärken kann. Beim Herumlaufen ändert sich die Lautstärke; bei einem störenden Telefonanruf wird das Programm unterbrochen und beim Auflegen sofort fortgesetzt. Diese Änderungsmöglichkeiten sollen das Hörerlebnis automatisch verbessern und damit konzentriertes Zuhören ermöglichen.
BBC-Techniker Tony Churnside lobt die Entwicklung als frühen Einblick in Sendungen nächster Generationen. Bislang wäre „Eins für Alle“ ohne Rücksicht auf die individuelle Hörer-Situation gesendet worden, zukünftig böten sich Möglichkeiten wie beim „Responsive Web Design“, bei dem sich Bildschirminhalte schon jetzt automatisch dem verwendeten Endgerät und dessen Displaygröße anpassen.
Weiterführende Informationen
Pressemitteilung der BBC
Hörspieldrama auf futurebroadcasts.com
BBC R & D Blog
Mudlark über das Projekt










