Die Radiomacher 13 – Podcast zu Lokalrundfunktagen 2018

Veröffentlicht am 11. Jul. 2018 von unter

Rund 1.100 Teilnehmer aus den lokalen Radio- und Fernsehstationen trafen sich am 3. und 4. Juli in Nürnberg zu den 26. Lokalrundfunktagen, um sich über Trends, Technologien und Produkte der Branche zu informieren. In der Eröffnungsrede prognostiziert Ministerpräsident Dr. Markus Söder eine Renaissance der Heimat im Zeitalter der Digitalisierung.

Warum Radio via „Radio“ immer noch sehr wichtig ist, darüber sprach Radio Futurologe, James Cridland, in seiner Keynote „The Future of Radio„. Obwohl Radio zunehmend zu einer “Multiplattform“ wird, werden Radiosender immer noch hauptsächlich über das klassische Radio gehört. Er riet dazu, Radio exzellent zu machen, „not just good enough“. Hierfür bedarf es einer Strategie, die speziell auf die verschiedenen Verbreitungswege ausgerichtet ist.

Im RADIOSZENE-Interview mit Christopher Deppe, das auch als Podcast angeboten wird, erklärt James Cridland genauer, was er damit meint. Außerdem verrät er unter anderem, welche Radiosender er im Moment für die innovativsten hält und warum Radio noch lange nicht tot ist:

BLM-Präsident Siegfried Schneider betonte das Alleinstellungsmerkmal der Lokalen, die als Sprachrohr der Region gelten und Vertrauen zu den Menschen vor Ort haben. Dies sollten die Lokalen nicht aus den Augen verlieren. Denn es gelte: „Heimat gewinnt!“ Sie müssten aber auch die Chancen der Digitalisierung nutzen und aktuelle Trends, wie Sprachassistenten, Storytelling und Podcasts aufgreifen.

Das Programm der Lokalrundfunktage umfasste Workshops, Diskussionsrunden und Vorträge mit über 80 nationalen und internationalen Referenten. In der Eröffnungsveranstaltung wurden die BLM Hörfunk und Lokalfernsehpreise und die Ergebnisse der Funkanalyse Bayern 2018 präsentiert.

Nicht nur die Zukunft des Radios stand im Fokus der diesjährigen Lokalrundfunktage, auch die Ansprache von Digital Natives wurde diskutiert sowie Facetten des Audio Storytellings aufgezeigt. Radio werde auch in Zukunft damit punkten, dass es emotional ist und die Musikplanung von Menschen gemacht wird. Die Musikstrategie müsse hierfür jedoch kontinuierlich hinterfragt werden.

So kann der Podcast abonniert werden:


Christopher Deppe (21) studiert an der TU Dortmund Journalistik und ist aktuell Volontär beim NRW-Lokalradio Radio Lippe in Detmold. Daneben arbeitet er als Moderator bei deinfm, dem Jugendprogramm der Lokalradios in Ostwestfalen-Lippe. Bei Radioszene ist er für alle aktuellen News und den Podcast zuständig.

 

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