
Bilals Geschichte beginnt in Zentralafrika, Ende der 1990er-Jahre. Als kleines Kind kommt er mit seiner Mutter und zwei Geschwistern nach Deutschland. Bilal, der mit bürgerlichem Namen Florent heißt, wächst in der Nähe der Hamburger Reeperbahn auf, mag Fußball, besucht den Jugendclub der St. Pauli Kirche. Mit 14 gerät Florent in salafistische Kreise, verteilt vor dem Hauptbahnhof den Koran, trägt weiße Pluderhosen und lange Hemden. In Verehrung des Propheten Mohammed nennt er sich Bilal. Im Mai 2015 reist er nach Syrien aus und schließt sich der Terrororganisation IS an, zwei Monate später ist er tot.
Die Radio- und Podcast-Serie ist unter www.ndr.de/bilal zu finden. Es gab bereits mehr als 100.000 Downloads. Der Autor Philip Meinhold, 1971 in Berlin geboren, arbeitet seit mehr als 20 Jahren als freier Journalist, zunächst für die Jugendwelle Fritz, später für radioeins vom rbb sowie als freier Autor für Zeitungen und Zeitschriften. Von 2001 bis 2005 studierte er neben seiner journalistischen Tätigkeit am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Meinhold veröffentlichte Erzählungen und Kolumnen in diversen Anthologien und gewann verschiedene Literaturpreise und Stipendien.

Der Wettbewerb Prix Italia gilt als eine der ältesten und bedeutendsten internationalen Auszeichnungen für Radio, Fernsehen und Internet und wird im September 2017 zum 69. Mal vergeben. Öffentlich-rechtliche und private Radio- und Fernsehstationen aus 45 Ländern sind Partner und ständige Mitglieder des Prix Italia. Die Organisation und Geschäftsführung hat die italienische Rundfunkanstalt RAI.
Quelle: ARD-Pressemitteilung









