
Bemerkenswert ist beim Ausbau des Sendernetzes die Bevorzugung von Standorten in Mittel- und Süddeutschland. Neue Senderstandorte in Norddeutschland sind nicht eingeplant. Große Teile Mecklenburg-Vorpommerns, Brandenburgs, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins sind bisher gar nicht oder nur schlecht mit dem „Radio der Zukunft“ versorgt.
Weitere Bewegung gibt es zudem in einigen Digitalradio-Sendernetzen auf Länderebene. Während der Bayerische Rundfunk Anfang dieser Woche Änderungen an der Verbreitung seiner Programme vornahm und für das kommende Jahr weitere neue Sender beabsichtigt in Betrieb zu nehmen, kündigen sich auch in Hessen und Berlin Neuerungen an. Die Bundeshauptstadt trumpft bereits seit Monaten mit einem besonders reichhaltigen DAB-Angebot auf, so startete kürzlich das aus Frankreich stammende Danceradio „FG DJ Radio„, vorher das Berliner Programm „pure fm„. Im ersten Quartal des neuen Jahres soll nach Angaben eines Sprechers des Sendernetzbetreibers Media Broadcast zudem „Megaradio“ in Berlin auf Sendung gehen, das ursprünglich bereits vor einigen Wochen über DAB+ vom Sender auf dem Fernsehturm am Alexanderplatz on air starten wollte. Bereits bis zum 1.1.2013 wird „RMN Schlagerhölle“ auch über DAB+ ausgestrahlt werden, das bisher ausschließlich via Internet zu empfangen ist und dort nach eigenen Angaben rund 1.5 Millionen Zugriffe pro Monat verzeichnen kann.
Nachdem „Antenne 50plus„, das vor allem durch sein unkonventionelles Musikprogramm auf sich Aufmerksam machte, überraschend aufgrund von finanziellen und organisatorischen Problemen den Sendebetrieb über DAB+ in Hessen einstellen musste, übernahm diesen Sendeplatz heute ebenfalls „RMN Schlagerhölle“. Im Rhein-Main-Gebiet sind neben den bundesweiten DAB-Programmen und den öffentlich-rechtlichen Angeboten des Hessischen Rundfunks im Digitalradio Radio Teddy, Absolut Relax, Hitradio FFH, Harmony FM und Planet Radio empfangbar. Darüberhinaus begann das bereits aus Berlin bekannte „Radio Impala“ mit Testsendungen über DAB+ in Hessen. Im kommenden Jahr plane man, so der Sender, mit weiteren Tests in Form eines „Rumpfprogramms“, das daraufhin ausgebaut und auch in Nordrhein-Westfalen starten soll.
Beim digitalen Radio DAB+ lohnt es sich also weiterhin, gelegentlich die Taste zum Sendersuchlauf zu betätigen.
Weiterführende Informationen:
Empfangsgebiet Digitalradio DAB+











