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Kai Gniffke bleibt bis 2029 SWR-Intendant

In der gemeinsamen Sitzung des Rundfunk- und Verwaltungsrats des Südwestrundfunks am 8.12.2023 ist der amtierende SWR Intendant Kai Gniffke für eine zweite Amtszeit in seinem Amt bestätigt worden. Die weitere Amtsperiode beginnt am 1. September 2024 und endet am 31. August 2029.

Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant des Südwestrundfunks (Bild: © SWR/Sven Cichowicz)
Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant des Südwestrundfunks (Bild: © SWR/Sven Cichowicz)

Seit September 2019 ist Kai Gniffke Intendant des Südwestrundfunks. Von 2023 bis Ende 2024 hat er den ARD Vorsitz übernommen. Der SWR ist die zweitgrößte ARD-Landesrundfunkanstalt mit den Sendegebieten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Intendant Kai Gniffke: „Ich werde digitale Transformation des SWR vorantreiben“

Kai Gniffke sagte nach seiner Wiederwahl: „Das Vertrauen der Gremien ist für mich Rückhalt und Verpflichtung zugleich. In meiner zweiten Amtszeit werde ich mich mit ganzer Kraft für unvoreingenommenen und unabhängigen Journalismus einsetzen. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen möchte ich die digitale Transformation des SWR vorantreiben, um den Menschen im Südwesten in bewegten Zeiten Orientierung, Heimat und Geborgenheit zu geben. Damit leisten wir im Verbund mit der gesamten ARD-Familie einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu einer lebendigen Demokratie in Deutschland.“

H.-A. Stechl, A. Paraschaki-Schauer, K. Gniffke, J. Pagel-Steidl, E. Günster am 08.12.2023 (Bild: © SWR)
H.-A. Stechl, A. Paraschaki-Schauer, K. Gniffke, J. Pagel-Steidl, E. Günster am 08.12.2023 (Bild: © SWR)

Erforderliche Mehrheit im ersten Wahlgang erreicht

Bei der Abstimmung des Wahlgremiums – bestehend aus Rundfunkrat und Verwaltungsrat – erhielt Gniffke bereits im ersten Wahlgang 54 von 67 Stimmen. Die erforderliche Mehrheit lag bei 47 Stimmen, davon mussten mindestens 32 Stimmen aus Baden-Württemberg und 14 Stimmen aus Rheinland-Pfalz kommen. Einen Gegenkandidaten gab es bei der Wiederwahl des SWR-Intendanten nicht.

Rundfunkratsvorsitzender Engelbert Günster: Wiederwahl wichtig auch für ARD-Vorsitz

„Ich gratuliere dem SWR-Intendanten zu seiner Wiederwahl. Prof. Gniffke kann jetzt seine erfolgreiche Arbeit nicht nur im Sender, sondern auch in seiner Funktion als amtierender ARD-Vorsitzender fortsetzen. Unter seiner Federführung ist der ARD-Reformprozess bereits ein gutes Stück vorangekommen. Jetzt kann er in der verbleibenden Vorsitzzeit bis Ende 2024 zentrale Projekte vorantreiben, wie etwa die digitale Programmoffensive und die Schaffung der multimedialen Kompetenz-Center unter Federführung einzelner Landesrundfunkanstalten.“

Verwaltungsratsvorsitzender Hans-Albert Stechl: Kontinuität an der Senderspitze gut für anstehende Herausforderungen

„Das Votum des Wahlgremiums ist ein Vertrauensbeweis für Prof. Gniffke und gibt ihm Rückenwind für die nächsten Jahre. Gerade in Zeiten immer schwieriger werdender Rahmenbedingungen ist die Kontinuität an der Senderspitze ein wichtiger Faktor. Der SWR steht vor großen finanziellen Herausforderungen, wenn eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ausbleiben sollte. Auch die digitale Transformation und der dafür erforderliche Personaltransfer wird weitergehen. Dabei wird der Verwaltungsrat den alten und neuen Intendanten weiterhin kritisch-konstruktiv begleiten.“

Zur Person

Kai Gniffke wurde am 20. November 1960 in Frankfurt am Main geboren. Das Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und des Öffentliches Rechts schloss er 1993 mit der Promotion zum Dr. phil. ab. Nach seiner Tätigkeit als Reporter und Schlussredakteur bei den Fernsehnachrichten des Südwestrundfunks in Mainz arbeitete er ab 1995 als Landespolitischer Korrespondent. 1999 übernahm er die Leitung der Redaktion ARD-aktuell beim SWR in Rheinland-Pfalz. Von 2003 bis 2005 war er Zweiter Chefredakteur ARD-aktuell. Seit 2006 verantwortete er als Erster Chefredakteur ARD-aktuell unter anderem die Tagesschau, Tagesthemen und tagesschau.de.

Seit 2019 ist er SWR Intendant und 2023 hat er den ARD Vorsitz übernommen.

Die Hochschule Mittweida bestellte Kai Gniffke 2019 zum Honorarprofessor für „Journalismus in der digitalen Transformation“.

2007 erhielt Kai Gniffke den Grimme Online Award für seine Autorenschaft im Tagesschau-Blog. 2018 vertrat er die ARD in der „High Level Expert Group on Fake News“ der EU-Kommission.

Quelle: SWR

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