WDR baut Programmdirektionen crossmedial um

Veröffentlicht am 25. Jun. 2019 von unter Deutschland

WDR Westdeutscher RundfunkDer WDR hat personelle und organisatorische Entscheidungen für den crossmedialen Umbau des Senders getroffen. Die neue crossmediale „Programmdirektion NRW, Wissen und Kultur“ wird von Valerie Weber geleitet, der bisherigen Hörfunkdirektorin. Die „Programmdirektion Information, Fiktion und Unterhaltung“ steht unter der Leitung von Jörg Schönenborn, dem bisherigen Fernsehdirektor.

Für WDR-Intendant Tom Buhrow ist der Abschied von einer reinen Hörfunk- und einer Fernsehprogrammdirektion zwingend notwendig: „Wir gehen den Weg des crossmedialen Umbaus unseres WDR entschlossen weiter. Die Kennzeichnung der Programmbereiche in den Direktionsnamen soll intern im WDR, aber auch extern auf ARD-Ebene deutlich machen, welche Kompetenzen und Verantwortlichkeiten künftig wo liegen. Viele Kolleginnen und Kollegen erarbeiten im Moment mit großem Engagement inhaltliche Konzepte für diese crossmediale Zusammenarbeit – darauf bin ich sehr stolz.“

Intendant Tom Buhrow mit den Programmdirektoren Valerie Weber und Jörg Schönenborn (Bild: WDR/Dirk Borm)

In der Programmdirektion NRW, Wissen und Kultur werden zukünftig die regionale Berichterstattung der elf WDR-Landesstudios und die Landespolitik verankert, dazu die crossmedialen Ressorts Wissenschaft, Wirtschaft/Verbraucher, Kultur, die WDR-Orchester und der Chor sowie die Hörfunkwellen zusammengefasst. Die Programmdirektion Information, Fiktion und Unterhaltung bündelt den künftigen Newsroom, Politik und Zeitgeschehen inklusive Sport, die Auslandsstudios, die Fiktion und den Bereich Unterhaltung/Kinder. Außerdem wird der Programmbereich Internet hier fest verortet.

Diese organisatorischen Änderungen, inklusive der Gründung neuer crossmedialer Programmbereiche, treten in zwei Etappen in Kraft: zum 1. Juli 2019 und zum 1. Januar 2020. Damit einhergehen folgende Personalentscheidungen:

  • Der neue Programmbereich Wissen, Wirtschaft und Verbraucher wird von Elmar Pott (54) geleitet. Pott leitete bisher die Hauptabteilung Zentrale Aufgaben in der Hörfunkdirektion.
  • Im Programmbereich Landesprogramme werden die Hörfunk-, Fernseh- und Online-Berichterstattung der elf Landesstudios und der Landespolitik zusammengefasst. Geleitet wird der Bereich von Chefredakteurin Gabi Ludwig (56), bisher Leiterin des Programmbereichs Landesprogramme Fernsehen.
  • Die Leitung der Chefredaktion Hörfunk übernimmt ab 1. Juli 2019 Jona Teichmann (55), bisherige Chefredakteurin Landesprogramme Hörfunk. Teichmann soll ab 1. Januar 2020 die Leitung des dann neuen Programmbereichs Welle WDR 5 / Chefredaktion übernehmen.

V.l. Jona Teichmann, Elmar Pott, Gabi Ludwig (Fotos: WDR/Herby Sachs/Annika Fußwinkel)

  • Florian Quecke (61), bisher Leiter von WDR 5, soll ab 1. Januar 2020 die Leitung des dann neu eingerichteten crossmedialen Programmbereichs Kultur übernehmen.
  • Matthias Kremin (58), bisher Leiter des Programmbereichs Kultur Fernsehen, soll ab 1. Januar 2020 Leiter von WDR 3 werden und zudem stellvertretender Leiter im neuen PB Kultur.
  • Karl Karst (62), der neben seinen derzeitigen ARD- und EBU-Funktionen diese Woche zum Sprecher des Deutschen Medienrats im Deutschen Kulturrat gewählt wurde, legt sein Amt als Wellenchef von WDR 3 zum Ende des Jahres nieder. Ab 2020 vertritt er den WDR und die ARD in der Kulturlandschaft.

V.l. Prof. Karl Karst, Florian Quecke, Matthias Kremin (Fotos: WDR/Herby Sachs/Annika Fußwinkel)

  • Leiter des neuen crossmedialen Programmbereichs Aktuelles wird zum 1. Juli 2019 Stefan Brandenburg (48). Zu diesem Bereich wird der Newsroom gehören, in dem künftig die gesamte aktuelle Berichterstattung für Hörfunk, Fernsehen und Online verortet ist.
  • Der bisher turnusmäßig zwischen Hörfunk- und Fernsehdirektion wechselnde Programmbereich Internet gehört künftig fest zur Programmdirektion Information, Fiktion und Unterhaltung. Stefan Moll (59) bleibt dessen Leiter.

V.l. Stefan Moll, Stefan Brandenburg (Fotos: WDR/Herby Sachs/Annika Fußwinkel)

WDR-Programmdirektorin Valerie Weber (Foto: WDR/Annika Fußwinkel)

Für Programmdirektorin Valerie Weber ist der Wechsel vieler Führungskräfte innerhalb ihrer Direktion ein wichtiger Prozess: „Denn wir haben die historische Gelegenheit, uns in diesem bewusst gewählten Zustand der Instabilität wirklich neu zu sortieren und nicht nur altbewährte Radio- und Fernsehabläufe zusammenzupacken. Die enge Zusammenarbeit von Radio, Fernsehen und Online in den neuen Programmbereichen ist kein Selbstzweck, sondern dient dem strategischen Ziel, die Transformation zu ermöglichen und unsere Sichtbarkeit im Digitalen auszubauen.“

Programmdirektor Jörg Schönenborn (Foto: WDR/Herby Sachs)

Jörg Schönenborn, ab 1. Juli 2019 Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung, unterstreicht: „In der digitalen Welt kommt das Publikum nicht mehr zu uns, sondern erwartet, dass wir vorbeischauen. Und der Ort dafür sind immer häufiger Plattformen und soziale Netzwerke. Die neue Struktur erstellt deshalb sicher, dass wir mit unseren bewährten Inhalten besser im Netz präsent sind, damit wir mehr Menschen auf mehr Wegen erreichen.“

Der Aufteilung der Programmbereiche auf die neuen Programmdirektionen ist nach folgenden Kriterien erfolgt: Landes- oder Gemeinschaftsprogramme, Hintergrund oder Aktualität sowie nach Ausspielwegen. Konkret: Die von Valerie Weber geleitete Direktion bündelt die Regionalität, die hintergründig arbeitenden Bereiche sowie den Ausspielweg Hörfunk. Die Direktion von Jörg Schönenborn umfasst die für die ARD, insbes. für Das Erste produzierenden Bereiche sowie die aktuellen und politisch orientierten Resorts. Dazu kommt die Verantwortung für den Ausspielweg Fernsehen und den Programmbereich Internet.

Allen organisatorischen und personellen Veränderungen zum 1. Juli 2019 hat der WDR-Verwaltungsrat zugestimmt.

 

Quelle: WDR-Pressemitteilung

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