In seiner ersten Sitzung 2017 befasste sich der Deutschlandradio-Hörfunkrat am 9. März schwerpunktmäßig mit den aktuellen Zahlen der Media Analyse 2017 Radio I und der Debatte um die zukünftige Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Deutschlandradio Kultur konnte nach den guten Zahlen der letzten MA wiederum ein Plus von 4 Prozent bei den Hörerinnen und Hörern, die werktäglich einschalten, konstatieren. Hier ist zudem die Anzahl der gelegentlichen Hörer deutlich gestiegen, aus Sicht von Andreas Weber ein deutliches Zeichen für das Potenzial des nationalen Kulturprogramms.



Funkhaus Köln 18. Juni 2015
Pressebilder
Aufgenommen im Büro des Intendanten und im Funkhaus-Foyer
1506/4201-4209, Va 1
Einen weiteren Schwerpunkt stellte die Diskussion um den Bericht zu Auftrag und Strukturoptimierung dar, den Deutschlandradio gegenwärtig auf Bitten einer von den Ländern eingesetzten Arbeitsgruppe erarbeitet. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine möglichst weitgehende Beitragsstabilität beim Rundfunkbeitrag zu sichern. Deutschlandradio-Intendant Dr. Willi Steul verwies auf die weitreichenden Weichenstellungen, die dabei getroffen werden: „Wir haben die Pflicht zu größtmöglicher wirtschaftlicher Effizienz. Dies ist nur in noch viel engerer Zusammenarbeit innerhalb der öffentlich-rechtlichen Familie zu leisten“. Deutschlandradio habe diesen Weg zu weiteren Kooperationen bereits eingeschlagen.
Bereits am Vortag hatte sich der Programmausschuss des Hörfunkrats mit aktuellen Hörerreaktionen auseinandergesetzt. Eine bereits im Programmausschuss zurückgewiesene Programmbeschwerde wurde auch im Hörfunkrat als unbegründet abgelehnt. In seiner Sitzung thematisierte der Hörfunkrat darüber hinaus die aktuellen Entwicklungen im Telemedienrecht und die angestrebte Überarbeitung der Deutschlandradio-Markenarchitektur. Ab Mai sollen die Programme unter den Namen Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova leichter auffindbar sein.

Der Hörfunkrat besteht aus Vertretern der Länder und des Bundes sowie gesellschaftlich relevanter Gruppen. Er tagt seit September 2014 öffentlich, stellt die Richtlinien für die Sendungen von Deutschlandradio auf, überwacht deren Einhaltung gemäß der im Staatsvertrag aufgeführten Grundsätze und berät den Intendanten in Programmfragen. Der Hörfunkrat tritt mindestens alle drei Monate zu einer ordentlichen Sitzung zusammen. Seine Amtszeit beträgt gegenwärtig vier Jahre.
Quelle: Pressemitteilung Deutschlandradio









