
In der Tat hat die nationale Radiobranche also auch im vergangenen Jahr intensiv Ausbau von Spartenangeboten im Internet vorangetrieben. Kontinuierlich wurde die Vielfalt durch neue kuratierte Streams bereichert. Wobei die Impulse naturgemäß von den Privatsendern ausgehen, den öffentlich-rechtlichen Anstalten sind bei der Einrichtung zusätzliche Angebote weitgehend die Hände gebunden.
Zu den besonders aktiven Verbreitern von Subchannels zählen Radio ENERGY, RPR1., Radio BOB!, Radio Regenbogen, Sunshine Live oder FluxFM. Auch Senderfamilien wie RTL Radio Deutschland, Antenne Bayern oder REGIOCAST haben in 2021 ihre Portfolios ausgeweitet.
Die musikalische Vielfalt der Kanäle wächst, reduziert sich jedoch bei zahlreichen Mainstream-Dampfern auf eine noch immer weitgehend identische Fragmentierung – also Dekaden-Streams, Dance/Party, Deutsch-Pop, aktuelle Hits und so weiter. Oder auf jahreszeitliche Angebote wie Sommerhits und Weihnachten. Eine gute Anzahl an Musik-Genre bleibt weiter kaum berücksichtigt (wie etwa Jazz oder Country).
Spartenprogramme setzen auf fein zugeschnittene Sub-Genres, die beispielsweise eine sehr große Zahl unterschiedlicher Facetten der elektronischen Musik anbieten (Sunshine Live). Oder auf ein ganzes Bündel an Spielarten von Rock (wie Radio BOB!) und progressive Formen der Pop- und Rockmusik jenseits des Mainstream (wie bei FluxFM oder egoFM). Gleiches gilt für die Schlagerprogramme, bei denen (prominente) Künstlerstreams („100% Helene“) weiter ein wichtiges Thema sind.
Die Zahl moderierter Streaming-Angebote wächst, bleibt unter den zahlreichen reinen Musikstreams aber eher die Ausnahme!









