Saarland stützt privaten Rundfunk mit Stabilisierungspaket

Veröffentlicht am 30. Dez. 2020 von unter Deutschland

Bis zu 200.000 Euro ste­hen im Nach­trags­haus­halt des Saar­lan­des als Sta­bi­li­sie­rungs­pa­ket für den pri­va­ten Rund­funk bereit. Damit sol­len die coro­nabe­ding­ten finan­zi­el­len Ein­bu­ßen der pri­va­ten Rund­funk­ver­an­stal­ter teil­wei­se kom­pen­siert und abge­fe­dert werden.

Der pri­va­te loka­le Rund­funk spielt gera­de in der aktu­el­len Kri­se eine wich­ti­ge Rol­le. Denn er sorgt mit sei­nen unter­schied­li­chen Ange­bo­ten für die media­le Viel­falt und trägt mit bür­ger­na­hen For­ma­ten zur täg­li­chen Infor­ma­ti­ons­ver­sor­gung der Saarländer*innen bei. Gleich­zei­tig lei­det die Bran­che zur­zeit unter teils exis­tenz­be­dro­hen­den Rück­gän­gen der Werbeumsätze.

Die ein­ge­setz­ten För­der­mit­tel sol­len dazu bei­tra­gen, dass die bestehen­den Sen­der mit ihren Pro­gramm­an­ge­bo­ten das Saar­land auch zukünf­tig mit Unter­hal­tung, News und Bei­trä­gen in Bild und Ton ver­sor­gen kön­nen. In Ergän­zung zum bereits umge­setz­ten Hilfs­pro­gramm des Bun­des „Neu­start Kul­tur“ stel­len sie einen Zuschuss zu den monat­li­chen tech­ni­schen Ver­brei­tungs­kos­ten dar. Die Antrag­stel­ler müs­sen im Zuge der Mit­tel­be­wil­li­gung zum Erhalt die­ser För­der­mit­tel einen erheb­li­chen Umsatz­rück­gang nach­wei­sen. Das Sta­bi­li­sie­rungs­pa­ket bezieht sich auf die Mona­te August bis Dezember.

„Aus den Hilfs­pro­gram­men des Bun­des und des Lan­des sind nahe­zu eine hal­be Mil­li­on Euro in die saar­län­di­sche Rund­funk­land­schaft geflos­sen, um den Fort­be­stand von regio­na­ler Infor­ma­ti­ons­ver­sor­gung und loka­ler Viel­falt zu sichern. Gera­de der Aspekt der Viel­falts­för­de­rung war uns dabei beson­ders wich­tig und fin­det sich ent­spre­chend im Ver­teil­schlüs­sel der För­der­mit­tel des Lan­des wie­der“ erklär­te der für Medi­en­fra­gen zustän­di­ge Staats­se­kre­tär und Chef der Staats­kanz­lei, Hen­rik Eitel.

„Die Rund­funk­ver­an­stal­ter bli­cken durch die coro­nabe­ding­ten Umsatz­aus­fäl­le auf ein wirt­schaft­lich sehr schwie­ri­ges Jahr zurück. Zugleich haben sie mit gro­ßem Enga­ge­ment einen wich­ti­gen Bei­trag dazu geleis­tet, saar­län­di­sche Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gut zu infor­mie­ren und gut zu unter­hal­ten. Wir hof­fen sehr, dass die­se wei­te­ren Hil­fen des Lan­des, den saar­län­di­schen Sen­dern über die­se schwie­ri­gen Zei­ten hin­weg­hel­fen,“ so Ruth Mey­er, Direk­to­rin der Landesmedienanstalt.

Die Lan­des­me­di­en­an­stalt Saar­land (LMS) ist auf der Basis einer Ver­ein­ba­rung mit der Staats­kanz­lei ver­ant­wort­lich für die Bewil­li­gung und Aus­zah­lung der finan­zi­el­len Hilfen.

Quelle: Landesmedienanstalt Saarland-Pressemeldung

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