

Pünktlich zum Jubiläum erscheint auch der erste Public Value Bericht des 3. Rundfunkssektors. Er bietet einen Rückblick auf zwei Jahrzehnte Medienpluralismus und Medienbildung. „Wir sind sehr stolz auf die Arbeit der vergangen Jahre und die Entwicklung der Freien Radios. Community Medien stehen als nichtkommerzieller Privatrundfunk zwischen öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Medienunternehmen. Das bedeutet unter anderem, dass wir nach dem Prinzip der Partizipation arbeiten. Unsere Inhalte zeigen eine engagierte Zivilgesellschaft, denn wir bieten einen immer wichtiger werdenden Raum für öffentliche Debatten, in denen viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen. So werden wir zum Informationslieferant für Themen, die sonst zu kurz kommen“, sagt Helga Schwarzwald, Geschäftsführerin des Verbands Freien Radios Österreich. Das die Freien Radios für Vielfalt stehen bezeugen nicht nur 41 Sprachen on air, sondern auch die unterschiedlichen Menschen, die das Programm machen von Arbeitern und Schülern bis hin zu Menschen mit Fluchterfahrung oder Pensionisten. „Die Zivilgesellschaft hat durch die Freien Radios ihr eigenes Sprachrohr bekommen. Das macht unser Programm so vielfältig wie unsere Gesellschaft ist und somit abwechslungsreich. Es ist uns sehr wichtig alle Menschen miteinzubinden, insbesondere jene, die sonst nicht gehört werden und im klassichen Medienbetrieb keine Beachtung finden“ so Schwarzwald.

Begleitet wird das Jubiläum von verschiedenen Veranstaltungen. Unter dem Titel „Media Democracy under Pressure – Community Medien in Europa“ findet am 22. Mai in Wien ein internationales Symposion in Kooperation mit der Uni Wien statt. Die Konferenz bietet im Rahmen der „Medienpolitischen Pfingsten“, die am 18. Mai mit der Veranstaltung Demokratie.Stärken in Innsbruck beginnen und am 19. Mai in Linz mit der Mediana zum Thema Digitaler Public Service fortgesetzt werden, spannende Vorträge und Diskussionen. Im gesamteuropäischen Kontext wird mit nationalen und internationalen MedienexpertInnen darüber diskutiert, wie Community Medien die Demokratie stärken können, aber auch welche Bedrohungen gegenwärtig für die Mediendemokratie existieren. Schwarzwald: „Der nichtkommerzielle Privatrundfunk ist eine unverzichtbare Säule der demokratischen Medienöffentlichkeit und muss in Österreich eine deutliche Aufwertung erfahren. Der Verband Freier Radios wird sich weiterhin dafür stark machen und wir freuen uns auf neue spannende Programme und Projekte.“
Quelle: Pressemitteilung Verband Freier Radios Österreich










