
Die beiden neuen DAB+-Funkkonzessionen in der Deutschschweiz und im Tessin gehen an die SwissMedia Cast AG (SMC), die in der Deutschschweiz bereits eine sprachregionale sowie eine regional unterteilte DAB+-Plattform betreibt. Die SMC ist ein von verschiedenen privaten Radioveranstaltern, der SRG und der Swisscom für den Aufbau und Betrieb von DAB+-Sendernetzen gegründetes Unternehmen. Für die Deutschschweiz plant die SMC eine weitere sprachregionale Plattform, auf der gleichzeitig 18 Radioprogramme verbreitet werden können. Die SMC will damit Kapazitätsengpässe beseitigen und Platz für neue Radiostationen schaffen. Im Tessin soll in einer ersten Etappe die Autobahnversorgung zwischen dem Gotthard- bzw. San-Bernardino-Südportal und Chiasso realisiert werden. Das BAKOM konnte die Konzessionen direkt erteilen, weil nur die Bedarfsanmeldung der SMC den Kriterien für die Freigabe zusätzlicher digitaler Frequenzen konkret entsprach.

DAB+-Ausschreibung in der Romandie
In der Romandie haben mehrere Unternehmen Interesse an einer zusätzlichen DAB+-Bedeckung bekundet. Das UVEK hat deshalb entschieden, den neuen DAB+-Frequenzblock im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu vergeben. Zuständige Behörde für die Erteilung der Funkkonzession ist bei Ausschreibungen die ComCom. Sie wird das Vergabeverfahren im Frühling 2018 starten. Entscheidende Zuschlagskriterien werden die Stärkung der Medienvielfalt, die Grösse des Verbreitungsgebiets und die Empfangsqualität sein.
Quelle: Pressemitteilung Bundesamt für Kommunikation BAKOM, Schweiz








