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Der Vorsitzende des Medienrats, Prof. Dr. Stephan Ory, erläuterte, dass Freiheit und Vielfalt von Meinungen und Medien sowie gesamtgesellschaftliches Gemeinwohl und Demokratie in einem engen Sach- und Wirkungszusammenhang stehen. Es sei mit Blick auf mediale Entwicklungstendenzen im Zuge von Digitalisierung, Europäisierung und Globalisierung offenkundig, dass die Selbststeuerungskräfte marktwirtschaftlichen Wettbewerbs zum Zwecke der Sicherung von Vielfalt im Medienbereich zwar fruchtbar gemacht werden können, allerdings hierzu kein hinreichendes Instrumentarium böten. Ebenso wie es zur Feststellung von Gefährdungen der Vielfalt einer interdisziplinären, ökonomische, technologische und gesellschaftliche Herausforderungen für Medien- und Meinungsvielfalt einbeziehenden Analyse bedarf, erscheint auch nur ein regulatorischer Ordnungsrahmen, der in seiner Entwicklung einer interdisziplinären Folgenabschätzung unterlag, geeignet, Medien- und Meinungsvielfalt nachhaltig zu sichern.

Die LMS wird sich für die Entwicklung eines saarländischen MedienVielfaltsMonitors einsetzen, der im Stande ist, den medienpolitisch Verantwortlichen in Landesregierung und Landtag des Saarlandes mögliche Gefährdungslagen für die Medienvielfalt im Saarland frühzeitig aufzuzeigen.

„Solche Gefährdungen können nicht zuletzt auch von neuen Medienakteuren wie Plattformbetreibern und sonstigen Intermediären wie z.B. den sozialen Netzwerken und Suchmaschinen ausgehen. Die LMS beteiligt sich bereits jetzt aktiv an der Ermittlung möglicher Gefährdungslagen durch wissenschaftliche Forschung zum Einfluss von Algorithmen auf die Meinungsbildung. Sie ist zudem bereit, an einer Digitalisierungs- und Konvergenzkompetenz-Offensive im Bereich der Vermittlung von Medienkompetenz mitzuwirken und die pädagogische Sensibilität für entsprechende Themenstellungen auch bei der Lehrerbildung zu befördern.“, betonte Uwe Conradt.
Der stellvertretenden Direktor der LMS, Dr. Jörg Ukrow, der die redaktionelle Leitung hatte, fasst die Ergebnisse zusammen und wies darauf hin, dass je digitaler und anbietervielfältiger die Medienlandschaft werde, umso wichtiger eine positive Ordnung auch mit Blick auf neue Medienakteure sei. Ebenfalls stellte er auszugsweise das Werbemarktgutachten der LMS vor.

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Quelle: LMS-Pressemitteilung





