

Bei Radio Bremen wiederholt sich das Vorgehen, digital gestartete Jugendangebote durch entsprechenden Frequenztausch oder UKW-Aufschaltungen auszubauen. Schunk: „Ähnliche Entwicklungen sind vom HR, SWR und BR bekannt und werden jeweils nur regional betrachtet. Die übergeordneten wirtschaftlichen Auswirkungen für die privaten Radioanbieter treten in den Hintergrund. Niemand kann nachvollziehen, dass die ARD glaubwürdig DAB+ als Digitalstandard fördern will und hierzu regelmäßig Mittel für die digitale Infrastruktur bei der KEF beantragt, wenn es ihr bei den reichweitenrelevanten Programmen insbesondere darum geht, mehr und mehr gerade der digitalen ‚jungen‘ Programme auf UKW aufzuschalten. Hier ist dringend eine politische Korrektur vonnöten, wenn man das private Radio als identitätsstiftendes und informierendes Medium in den lokalen und regionalen Räumen nicht nachhaltig gefährden will. Das Beispiel von Bremen NEXT zeigt eindringlich, wie immer wieder einzelne landespolitische Entscheidungen diese Entwicklung befördern. Um die Zukunft des Radios verlässlich und in einem faireren Verhältnis von ARD und Privaten zu regeln, bedarf es daher eines länderübergreifenden und bundesweit geltenden Radio-Staatsvertrags.“
Quelle: VPRT-Pressmeldung







