Mehr Gehör für gesellschaftliche Gruppen / Änderung des Landesmediengesetzes stärkt LFK-Auftrag zu Vielfalt und Regionalität / LFK plant Digitalisierungsschub für Freie Radios in Baden-Württemberg

Gleichzeitig stellte der LFK-Präsident in Aussicht, dass er offen für neue Radioinitiativen sei. In der digitalen Welt könnte die Zahl der NKLs in Baden-Württemberg bei vorherrschendem lokalem Interesse noch steigen. So sei die Ausschreibung eines rein digitalen Hörfunkangebotes in einer Region möglich, in der bisher aufgrund fehlender UKW-Kapazität kein Freies Radio auf Sendung sei. „Für Initiativen und gesellschaftliche Gruppen bietet sich so die Möglichkeit, ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs auffindbarer, kommunikativer und damit relevanter zu gestalten.“

Langheinrich lobte das Engagement der über 3500 Radiomacher im Land, die zum überwiegenden Teil ehrenamtlich Sendungen gestalten und pro Tag durchschnittlich zehn Stunden neues Programm produzieren. „Ich möchte, dass bei den neuen digitalen Möglichkeiten die NKLs vorne mit Qualität dabei sind“.
Hintergrund der Überlegungen zur Zukunft der Freien Radios in Baden-Württemberg ist eine Änderung des Landesmediengesetzes, die vergangene Woche in erster Lesung vom Landtag beschlossen wurde. Unter anderem sollen die bisherigen gesetzlichen Förderhöchstgrenzen für Nichtkommerzielle Lokalradios wegfallen und der Weg in die Digitalisierung des baden-württembergischen Rundfunks durch einen erhöhten Etat der Landesanstalt für Kommunikation geebnet werden. Neben der Infrastruktur-Förderung regionaler kommerzieller Fernsehsender und der Förderung von Medienkompetenz-Projekten insbesondere für Kinder und Jugendliche könne die LFK jetzt auch mehr für die Freien Radios tun. „Wir sind der Landesregierung und dem Landtag für die Novellierung des Landesmediengesetzes sehr dankbar“, sagte Langheinrich.
Insgesamt 12 freie Radios senden in den Regionen Freiburg, Schopfheim, Karlsruhe, Baiersbronn / Freudenstadt / Horb, Mannheim / Heidelberg, Tübingen, Stuttgart, Ulm und Schwäbisch-Hall / Crailsheim. Ihre Arbeit wird mit insgesamt 800.000 Euro von der LFK unterstützt.








