dpa startet Mitte Februar täglichen Nachrichten-Podcast

Veröffentlicht am 06. Feb. 2021 von unter Deutschland

OMSDrei Zeitungsverlage sind jetzt mit Daily-News-Podcasts erfolgreich gestartet. Basis dieser Podcasts ist ein White-Label-Podcast, der von der dpa im Auftrag der OMS produziert wird. Die Audio-Plattform „Sonarbird“ ermöglicht es, das überregionale dpa-Angebot – bestehend aus Nachrichten und Korrespondentenberichten – durch lokale Inhalte der Verlage automatisiert zu erweitern. Dadurch entstehen neue und unique Audio-Produkte, die bei den Verlagen auch jeweils unter eigenständigen Namen erscheinen.

So heißt der Podcast des Medienhauses Aachen „Frühnachrichten“, dieser nutzt aktuell ausschließlich die nationalen Inhalte, erweitert um das Soundbranding des Verlags. Beim Darmstädter Echo, das zum Medienhaus VRM gehört, erscheint er unter dem Namen „Gude, Südhessen“, wobei ‚Gude‘ für die in dortigen Gefilden gebräuchliche Kurzform für „Guten Morgen“ steht. Die Besonderheit ist dort, dass der Podcast durch lokale Meldungen angereichert wird, die von einer Text-To-Speech Engine vertont werden. Die Nordwest-Zeitung in Oldenburg wiederum setzt auf lokale Meldungen, die von Redakteuren gesprochen werden und kombiniert diese mit überregionalem Content der dpa. Dieser Podcast ist als „NWZ Nachrichten Podcast“ am Start.

Wolfgang Schmitz-Vianden (Bild: OMS)

Wolfgang Schmitz-Vianden (Bild: OMS)

„Wir finden es hochspannend, die Entwicklung der verschiedenen Formate zu verfolgen“, so Wolfgang Schmitz-Vianden, Geschäftsführer der OMS. Ein weiterer Beobachtungspunkt ist nämlich, dass die Lokalnachrichten in Darmstadt hinter den nationalen News angesiedelt sind, in Oldenburg beginnt der Podcast mit den Informationen aus der Region. „Es war bisher eine bauchgestützte Diskussion, was hier wohl das beste Rezept ist. Diese Diskussion können wir jetzt – hoffentlich bald – auf der Basis von Zahlen führen“, so Schmitz-Vianden weiter. Mindestens so interessant sei die Antwort auf die Frage, wie künstliche Stimmen bei Podcast-Hörern ankommen. Die ersten Erkenntnisse aus dem Darmstädter Modell deuteten darauf hin, dass Roboter-Stimmen akzeptiert würden. Für eine abschließende Bewertung sei es aber noch zu früh.

Mit dem Go-Live sei ein wichtiges Etappenziel erreicht: „Wir wollen den Verlagen ermöglichen, mit geringstem Aufwand (in Aachen läuft das System vollautomatisch) und möglichst niedrigen Personaleinsatz ein konkurrenzfähiges Produkt anbieten zu können.“ Insbesondere kleinere Häuser hätten Audio zwar längst als Zukunftsfeld erkannt, scheuten aber noch den damit verbundenen Produktionsaufwand. Das nächste Ziel sei es, weitere Verlage – nicht nur aus dem unmittelbaren OMS-Umfeld – für diesen Weg zu gewinnen. „Wir möchten hier so schnell wie möglich eine national vermarktbare Reichweite anbieten, denn die Nachfrage aus dem Werbemarkt ist bereits da“, so der OMS-Geschäftsführer.

Um diese Nachfrage auch technisch bedienen zu können, setzt die OMS auf die Anwendung „Sonarbird“: Die Plattform ist in der Lage, native Werbeformen – vom Host gesprochen oder als Spot vorproduziert – fest in Podcasts zu integrieren. Das Besondere ist, dass auch ältere Episoden auf Knopfdruck mit aktuellen Werbemitteln versehen werden können, ohne jede Episode einzeln bearbeiten zu müssen. Schmitz-Vianden nennt zwei wesentliche Vorteile: „Damit wird zum einen Long-Tail-Content auch langfristig nutzbar und zum anderen sind wir mit dieser Technik auf allen Podcast-Plattformen kampagnenfähig.“ Darüber hinaus ist auch adserverbasierte Dynamic-AdInsertion möglich, um für jegliche Marktanforderung gerüstet zu sein. Eine Schnittstelle zum Marktführer Adswizz schafft dazu die notwendige Anbindung.

Der nächste Schritt der OMS-Audio-Strategie soll Mitte Februar gegangen werden: Dann steht eine White-Label-App für Podcasts zur Verfügung, die optisch individuell auf jedes Medienhaus – Zeitung, Zeitschrift, Radio – angepasst werden kann. „Wir sind überzeugt davon, dass es in Deutschland neben den großen Playern einen Platz für eine Podcast-App mit konsequent regionalem Fokus gibt“, sagt Schmitz-Vianden. Über die eigenen Audio-Produkte hinaus können in der App redaktionell kuratierte Podcasts präsentiert werden, beispielsweise aus der jeweiligen Region. Und zur Vollständigkeit des Angebots werden auch sämtliche Podcasts aus dem Apple-Katalog in der App abrufbar sein. Neben der Werbevermarktung bietet die App auch die Möglichkeit, Podcasts in die Paid-Content-Strategie eines Verlages zu integrieren.

Die Daily-Podcasts finden Sie hier:

Quelle: Pressemeldung der OMS

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