MDR KULTUR für Deutschen Radiopreis 2017 nominiert

In der Kategorie „Beste Reportage“ kann Susann Krieger für ihr Feature „Gedoptes Gold – Wie aus Heidi Andreas wurde“ bei der Gala am 7. September in der Hamburger Elbphilharmonie auf eine Auszeichnung hoffen.

In dem Feature erzählt die Autorin von der Annäherung an ihre Halbschwester. Im November 2015 begibt sie sich auf die Suche nach Heidi Krieger. Diese war DDR-Spitzensportlerin und wurde 1986 bei den Leichtathletikmeisterschaften in Stuttgart Europameisterin im Kugelstoßen. Doch die erzielte Weite von 21,10 Meter kam durch systematisches Doping zustande; inzwischen gilt der Fall „Krieger“ als einer der brisanten im DDR-Doping. Anfang der 1990er-Jahre ließ sich Heidi Krieger operieren, um als Mann weiterzuleben. Aus der Halbschwester wurde ein Halbbruder, aus Heidi wurde Andreas.

Susann Krieger Foto MDR Frank Korte
MDR Kultur Journalistin Susann Krieger (Bild: obs/MDR/Frank Korte)

Die bestechend ehrlichen Gespräche zwischen Susann und Andreas Krieger wurden aufgezeichnet und gehören für beide zu den intensivsten Momenten ihres Lebens. Regie bei der MDR-Produktion führte Nikolai von Koslowski. Das Feature wurde am 6. August 2016 ausgestrahlt und ist in der Mediathek verfügbar: www.mdr.de/s/andreas

Susann Krieger, geboren in Berlin, studierte Korrepetition für Musiktheater an der Dresdner Musikhochschule und im Anschluss Rundfunk-Musikjournalismus in Karlsruhe. Seit 2002 arbeitet sie als freie Autorin für verschiedene ARD-Rundfunkanstalten sowie als Klavierpädagogin. „Gedoptes Gold – Wie aus Heidi Andreas wurde“ ist ihr Erstlingswerk für MDR KULTUR.

 

Quelle: MDR Pressemitteilung