
Trotz der zusätzlichen Sendezeit fehlt den Freien Radios in Berlin und Brandenburg eine Grundfinanzierung, da die mediengesetzliche Regelung im Medienstaatsvertrag Berlin-Brandenburg die Förderung von Nichtkommerziellen Lokalradios (NKL) verhindert. Jörg Depta vom Pi Radio Verbund erklärt dazu: „Wir begrüßen die Entscheidung des Medienrates der mabb für die Sendezeiter- weiterung zugunsten Freier Radios. Jetzt sind die PolitikerInnen in Berliner Senat und Brandenburger Landtag gefordert, die gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass Nichtkommerzieller Lokalrundfunk von der Medienanstalt mabb finanziell unterstützt werden kann“.
Im Hauptausschuss des Brandenburger Landtages wird am 2. November 2016 über eine Beschluss- empfehlung an den Brandenburger Landtag zum Tagesordnungspunkt „Regionaler nichtkommerzieller Rundfunk in Berlin und Brandenburg“ beraten. Diese ist nötig, um mit dem Land Berlin Verhandlungen aufnehmen zu können, mit dem Ziel, im Medienstaatsvertrag eine Rechtsgrundlage für NKL zu schaffen und eine Grundfinanzierung durch die Medienanstalt zu ermöglichen. Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte bereits am 28. Januar 2016 einstimmig zu, zukünftig regionalen nichtkommerziellen Rundfunk in Berlin und Brandenburg fördern zu wollen.
Das Programm vom Pi Radio Verbund wird ehrenamtlich von mehr als 250 Sendemachenden aus über 20 Herkunftsländern in ca. 150 Redaktionen gestaltet. Der Pi Radio Verbund bietet Platz zum Mitmachen und Experimentieren. Alternative Berichterstattung, Musik jenseits des Mainstreams sowie Aktuelles aus Kunst, Kultur und Kiez werden zu hören sein. Freie Radios sind unabhängige selbstbestimmte und selbstverwaltete Medien, die nichtkommerziellen und basisdemokratischen Rundfunk betreiben.
Quelle: Pressemitteilung PI radio







