JazzRadio kämpft mit arabischem Investor um Lizenzerhalt

Veröffentlicht am 11. Okt. 2010 von unter Deutschland

JazzRadio-smallIn Berlin soll heute (12. Oktober) die Entscheidung fallen, wer künftig auf der Frequenz des Berliner Jazzradios senden darf. Die Landesmedienanstalt hatte die 101,9 MHz neu ausgeschrieben, nachdem ein Insolvenzverfahren gegen den Jazzsender im Mai dieses Jahres eröffnet worden ist.

Insgesamt 20 Sender haben sich beworben. Auch das JazzRadio ist wieder mit dabei. Laut Insidern sollen die Chancen für den Sendern dabei nicht schlecht stehen. Mit einem neuen Investor versucht das bisher eher glücklos agierende Radio eine Neustart. Der neue Geldgeber ist Fujairah Media, ein Joint Venture zwischen der Fujiarah Cultual Autorothy und den Arab International Media Services. Vorsitzender der Fujiarah Cultual Autorothy ist Scheich Hamad ibn Muhammad asch-Scharqi des gleichnamigen arabischen Emirates. *)

Fujairah Media betreibt unter anderem mehrere Radio- und TV Sender im Arabischen Golf und im Nahen Osten.  Ein Umstand, der, wie RADIOSZENE erfahren hat, bei einigen Mitbewerber auf Kritik stößt. Sollte Jazzradio die Frequenz erneut bekommen, dann, so befürchtet ein Mitbewerber, hätte ein Staat Einfluss auf einen deutschen Privatsender, in dem laut Wikipedia noch öffentliche Auspeitschungen stattfinden.

Laut einer Pressemitteilung der BBL Insolvenz- und Zwangsverwalter halten Fujairah Media und ihr CEO, Mekki Abdulla, gemeinsam 50 Prozent der Anteile, der frühere Geschäftsführer Julian Allitt 40 Prozent und Prof. Dr. Friedrich-Carl Wachs 10 Prozent.  Ziel der neuen Gesellschaft sei es, JazzRadio als unabhängigen Radiosender in der Berliner Medienlandschaft zu sichern und dem Berliner Hörfunkmarkt das Format Jazz zu erhalten. Bei der letzten Medienanalyse konnte Jazz Radio einen Reichweitenzuwachs verzeichnen.

*) Richtigstellung von Jazz Radio: Die Fujairah Cultural and Media Authority sind Minderheitsgesellschafter bei Fujairah Media. Hauptgesellschafter ist mit 70% die unabhängige Firma “Arab International Media Services”, dessen Chef  der britische Radiomanager Mekki Abdulla ist Er ist mit 25 Prozent selbst an diesem Unternehmen beteiligt ist und hat auch  auch die alleinige Kontrolle über diese Firma .”

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