30 Jahre NDR in Mecklenburg-Vorpommern: Start in den Jubiläumssommer

Veröffentlicht am 11. Jul. 2022 von unter Deutschland

Seit 30 Jahren sendet der NDR in und für Mecklenburg-Vorpommern. Das Programm startete am 1. Januar 1992, zwei Monate später trat der Vier-Länder-Staatsvertrag in Kraft. Vorausgegangen waren lange Verhandlungen über die Neustrukturierung der Medienlandschaft in Deutschland nach der Wiedervereinigung.

NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin (Bild: © NDR/Christian Spielmann)

NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin (Bild: © NDR/Christian Spielmann)

NDR Intendant Joachim Knuth: „30 Jahre gehört Mecklenburg-Vorpommern nun zum NDR und der NDR zu Mecklenburg-Vorpommern. Eine Erfolgsgeschichte: Es ist gelungen, Trennendes zu überwinden und gemeinsame Identität zu stiften. Es handelt sich um eine besondere Wegmarke norddeutscher Wiedervereinigung, an die wir das ganze Jahr über erinnern – und die wir gerne feiern!“

Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk (Bild: © NDR/Thomas Pritschet)

Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk (Bild: © NDR/Thomas Pritschet)

Einer der Höhepunkte im Jubiläumsjahr ist das große Funkhausfest in Schwerin am 25. September, zu dem Besucherinnen und Besucher herzlich eingeladen sind. Im NDR Fernsehen wird es zudem vom 24. auf den 25. September eine „lange Nacht” mit Filmen aus und über Mecklenburg-Vorpommern geben. Das Feature „Was vor 30 Jahren war“ der fast 30-jährigen NDR MV Reporterin Carolin Kock aus Teterow sendet das NDR Fernsehen am 21. September um 21 Uhr.

Joachim Böskens, Direktor des NDR Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern: „Neben der aktuellen Berichterstattung hat das Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern von Beginn an den Themen, die sich mit der Geschichte und Identität des Landes und der Menschen auseinandersetzen, viel Platz eingeräumt. Mecklenburg-Vorpommern ist Brücke gen Osten, Zentrum des Ostseeraums und steht wirtschaftlich in der Tradition der Hanse. Den Wurzeln und dem Selbstverständnis der Menschen nachzuforschen, sehen wir als Aufgabe, die uns als öffentlich-rechtlichem Sender besonders wichtig ist.”

Joachim Boeskens (Bild: © NDR/Thomas Pritschet)

Joachim Boeskens (Bild: © NDR/Thomas Pritschet)

Mit der Reihe „30 Jahre – 30 Geschichten” begleitet das „Nordmagazin“ den Jubiläumssommer. Bis zum 25. September erzählt das Regionalmagazin für Mecklenburg-Vorpommern 30 Geschichten, die Land und Leute im Nordosten prägen. Erinnert wird unter anderem an den Bau der A20, die das Hinterland bis in die Uckermark und darüber hinaus erschließt; an den unermüdlichen Kampf für den Denkmalschutz und das Weltkulturerbe der alten Hansestädte Wismar und Stralsund; an die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen; an die Geschichte der plattdeutschen Radiosendung „Plappermoehl“ sowie an das Ehepaar, das Leif Tennemann in der NDR 1 Radio MV Sendung „Singlebar“ verkuppelte. Das „Nordmagazin“ sendet täglich um 19.30 Uhr.

NDR 1 Radio MV begleitet das Jubiläumjahr mit verschiedenen Aktionen und Berichterstattung. 30 Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern werden in der Woche vom 19. September an das Programm mitmoderieren. Off air sind Hörer*innen und Zuschauer*innen zu Radtouren mit Yared Dibaba, Heike Götz, Stefan Leyh und Theresa Hebert eingeladen, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern.


„Eine einzigartige Erfolgsgeschichte“: NDR feiert 30 Jahre NDR in Mecklenburg-Vorpommern

Mit rund 200 geladenen Gästen aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik hat der NDR am Freitag, 16. September, in Schwerin „30 Jahre NDR in Mecklenburg-Vorpommern“ gefeiert. 1992 war das nordöstliche Bundesland als viertes Staatsvertragslang zum Norddeutschen Rundfunk gekommen.

NDR Intendant Joachim Knuth: „30 Jahre NDR in MV ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Regionale Identität und überregionale Zugehörigkeit sind kein Widerspruch. Das zeigt das Beispiel des NDR – vier Länder, ein Sender. Mecklenburg-Vorpommern hat den NDR insgesamt bereichert.

Mit Bezug auf die aktuelle Kritik am NDR machte Knuth deutlich, dass der NDR sich mitten in den Aufbereitungsprozessen befände. Der offene und ehrliche Umgang mit den erhobenen Vorwürfen, sei „ein starker Beweis für eine funktionierende innere Rundfunkfreiheit – wir schonen uns nicht“, so Knuth.

Gastrednerin des Abends war die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig. Sie unterstrich in ihrer Rede die regionale Verankerung des NDR und die Bedeutung der Meinungsvielfalt. Der Alltag der Menschen spiegele sich in der Berichterstattung des NDR. „Die Aufgabe der Medien ist es, die Vielfalt der Meinungen abzubilden. Bei den Bürgern darf nicht der Eindruckt entstehen, ihre Sichtweise würde nicht mehr vorkommen.“ Dem NDR habe eine große Akzeptanz in Mecklenburg-Vorpommern, Radio, Fernsehen und Online-Angebote seien erfolgreich. Dies gelte es fortzuführen, denn der NDR diene mit seinem Programm den Bürgerinnen und Bürgern Mecklenburg-Vorpommerns, so Schwesig.

Die übrigen norddeutschen Länderchefs gratulierten per Videobotschaft. Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg appellierte, der NDR möge sich der aktuellen Kritik konstruktiv stellen und offen sein für notwendige Veränderungen. „Der NDR steht für journalistische Kompetenz und starke regionale Berichterstattung. Sie haben damit direkt einen Platz im Herzen der Menschen“, so Fegebank.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte, der NDR mache „einen richtig guten Job mit großer Professionalität und Herzblut“ und unterstrich: „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist ein unglaublich wichtiger Pfeiler in der Demokratie.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sagte: „Der NDR ist eine starke Vier-Länder-Anstalt und er verfügt über ein hohes Ansehen in der Bevölkerung, insbesondere auch in Mecklenburg-Vorpommern.“ Das sei das Ergebnis harter Arbeit. So setze der NDR ein positives Beispiel innerdeutscher Zusammenarbeit.

Zu den Gästen zählten unter anderen Birgit Hesse, Präsidentin des Landtages in Mecklenburg-Vorpommern, aus Mecklenburg-Vorpommern die Kulturministerin Bettina Martin, Bildungsministerin Simone Oldenburg und der ehemalige Ministerpräsident Bernd Seite. Darüber hinaus waren Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Vertreterinnen und Vertreter der Parteien SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und AfD sowie zahlreicher norddeutscher Verbände im NDR Funkhaus zu Gast. Die Mitglieder des NDR Rundfunk- und Verwaltungsrates, der ehemalige Intendant Lutz Marmor, der Gründungsdirektor des Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern Gerd Schneider und seine Nachfolgerin Elke Haferburg nahmen ebenfalls an dem Empfang teil.

Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr „30 Jahre NDR in MV“ ist das Funkhausfest in Schwerin am kommenden Sonnabend, 25. September, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Sie können hinter Kulissen gucken. Viele NDR Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie bekannte NDR Gesichtern wie Heinz Galling, Peter Rasch, Steffen Schneider, Ingo Zamperoni und Heike Götz stehen für Gespräche bereit.

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