
Das Verhältnis von physischem und digitalem Geschäft hat sich dadurch in der ersten Hälfte 2018 im Vergleich zum vorigen Jahr nun umgekehrt: Physische Tonträger (CDs, DVDs, Vinyl-LPs) liegen bei 41,1 Prozent, das Digitalgeschäft bei 58,9 Prozent.
Insgesamt hat die deutsche Musikindustrie in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 727 Millionen Euro umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1. Hj. 2017: 742 Mio. Euro Umsatz) sind die Einnahmen aus dem Musikverkauf um zwei Prozent gesunken. Was wohl unter anderem auch mit einer vergleichsweise weniger attraktiven Veröffentlichungslage zu begründen ist. Wir erinnern uns: im ersten Halbjahr 2017 standen mit den neuen Alben von Helene Fischer oder den Toten Hosen echte Umsatzbringer in den Schaufenstern, Highlights die in den ersten sechs Monaten diesen Jahres so fehlten.

Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), Dr. Florian Drücke: „Audio-Streaming steht inzwischen für fast die Hälfte der Umsätze und löst damit die CD als größtes Umsatzsegment ab. Das verändert die Konstellation des Musikmarktes deutlich zugunsten des Online-Geschäfts.“










