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Die Entwicklung der Freien Lokalsender in
der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Artikel vom 19.10.1997
aus der ostbelgischen Tageszeitung
Grenz-Echo

Die »Freien« starteten mit den 80ern

Die Geschichte der freien lokalen Rundfunksender startete in der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit dem Beginn 80er Jahre.

Die Volkshochschule der Ostkantone förderte »Radio Distel«, und die Erwachsenenbildungsorganisation InED lancierte »Radio Hermann«, das auf beiden Seiten des Hohen Venns im Äther war.

Da noch keine gesetzliche Basis zum Betreiben dieser Sendestationen vorlag, forderten die Rundfunkmacher zunächst die Legalisierung ihrer »illegalen« Sender.

Der Boom

Die Stationen sprossen wie Pilze aus dem Boden.

Die begeisterten Rundfunkmacher moderierten bei Radio Aktivität, das heute Radio Contact heißt, Radio Fantasy, Radio Kaktus, Radio Bockreiter oder Radio Metropole, das heute unter dem Namen Radio Sunshine firmiert. Radio Benelux (BNL) war nicht in Ostbelgien angesiedelt, erfaßte von Botrange aus aber den deutschsprachigen Landesteil.

Rechtliche Grundlage

Im Juni 1983 verabschiedete der RdK einen Erlaß, der die Schritte zur Anerkennung dieser Sender festlegte. Die Kommission für freie lokale Rundfunksender nahm im April 1984 unter dem Vorsitz des damaligen Medienministers Marcel Lejoly (SP) ihre Arbeit auf. »Radio Distel« und andere stellten nach wenigen Jahren den Betrieb ein.

Andere wie Radio Fantasy,
Radio Aktivität oder Radio Hermann in St.Vith (seit 1994 Radio OK) professionalisierten ihr Programm, mußten zum Teil aber mit bescheidenen finanziellen Mitteln auskommen.
Vor allem durch Unterhaltung, Service und regionale Informationen versuchten die Anbieter, ihre Popularität zu steigern.


Seit November 1987 strahlen verschiedene Sender täglich die Grenz-Echo-Lokalnachrichten aus.

Radio Studio Kelmis, Radio Eifel-Welle-International oder Radio Euro gingen ebenfalls auf Sendung.

Aus Radio Euro wurde später Hit Radio X, das für Schlagzeilen sorgte, als ein Moderator sich nackt in einer deutschen Boulevardzeitung ablichten ließ.
Dem Skandalsender wurde wenige Monate später die Lizenzverlängerung verweigert.


Sieben Sender

1994 starteten Radio Aktivität, Radio International Elsenborn und Radio Fantasy Raeren eine Unterschriftenaktion. 3283 Hörer sprachen sich für höhere Sendeleistungen aus.

Im November 1995 schloß sich Radio Aktivität der Radio Contact Gruppe an.

1996 wurde aus Radio International Elsenborn Radio Contact Eifel und somit eine erstmalige Vernetzung zwischen den beiden Teilen der Gemeinschaft durch die beiden Contact-Partner möglich.

1996 wurde die Presseagentur Infopool gegründet, die in erster Linie die freien Sender mit Beiträgen beliefert.

Sieben lokale Rundfunksender sind derzeit von der Deutschsprachigen Gemeinschaft anerkannt. Dabei handelt es sich um:

Studio Kelmis (91,8 Mhz)
Radio OK (St.Vith/101,7 Mhz)
Radio Contact Eifel (Elsenborn/90,1 Mhz)
Radio Fantasy (Raeren/96,7 Mhz)
Radio Contact (Eupen/107 Mhz)
Radio Sunshine (Lontzen/106,2 Mhz)
und Radio Rewi (Hünningen/107,3 Mhz).

© 19.10.1997 Grenz-Echo


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