
Die Preise für einen solchen Service sollten nach Vorstellung der sieben Macher – Christian Woldt, David Guttandin, Ngaire Wex, Florian Carls, Anita Jacob-Puchalska, Lisa Altmeier und Steffi Fetz – bei 4,99 Euro starten und bis zum „All you can read“-Full-Service-Paket für 29,99 Euro im Monat reichen. „Hier zählt allein der Ruf des Journalisten und die Qualität seiner Beiträge“, sagt Substanz-Gründer und Chefredakteur Georg Dahm. Die Jury, der neben Dahm noch der Journalist und Moderator Richard Gutjahr, Senior Java Developer Katya Kempkens von stylight.de sowie der Consultant und Gründer von Revelate Design, Ben O’Hear, angehörten, wertete in den Kategorien „journalistische Idee“, „Code“, „Design“ und „Learnings“. Für ihr Konzept erhielt das Journo-Team einen Workshop mit Ben O’Hear, in dem sie den Prototypen weiterentwickeln können, sowie einen Gutschein in Höhe von 1.000 Euro.
Auf den zweiten Plätz wählte die Jury „Munich Munich“ – eine App, die basierend auf User-Fotos und -Geschichten die Historie der Stadt bzw. einzelner Straßen und Gebäuden aus ganz individuellen Perspektiven nachzeichnet. Dafür gab es Tickets für die Medientage München und einen Einkaufsgutschein in Höhe von 500 Euro. Den dritten Platz sicherte sich das Team „Gesternschau“ – das nicht die tagesaktuellen Inhalte, sondern jeden Tag neu die historischen Highlights desselben Datums modern aufbereitet. Mit Website und App sollen vor allem den jungen Mediennutzern Geschichte neu und überraschend vermittelt werden. Für das Konzept gab es u.a. einen Gutschein in Höhe von 250 Euro.
Insgesamt nahmen fünf Teams am Digital Journalism Hackathon des Media Lab Bayern teil. Der Ideeninkubator für digitalen Journalismus ist ein Projekt der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien. „Der Hackathon zeigt, dass es jungen Medienmachern neben dem neuen digitalen Storytelling auch um das Aggregieren und Kuratieren bestehender journalistischer Inhalte geht“, so Stefan Sutor, Referent für Strategie und Digitale Entwicklung bei der BLM. Lina Timm, die Leiterin des Media Lab Bayern, freute sich vor allem darüber, wie begeistert die interdisziplinären Teams das Wochenende über an ihren Ideen gefeilt haben: „Journalisten, Designer und Programmierer kommen sonst selten zusammen, nicht einmal in den meisten großen Häusern. Ich denke, dass wirklich neue Ideen im digitalen Journalismus aber erst dann entstehen, wenn die drei Seiten sich zusammensetzen, austauschen und lernen, wie die anderen arbeiten. Beim Hackathon hat das super funktioniert und es sind wirklich spannende Ideen herausgekommen.“
Weitere Ideen des Hackathons waren eine geobasierte Plattform für Reisende, die auf einer Karte – je nach persönlichem Interesse – Infos und Artikel zu den einzelnen Orten anzeigt, sowie ein News-Butler, der die wichtigsten Nachrichten des Tages personalisiert via Mail und App übermittelt.
Quelle: Pressemitteilung der BLM.










