Deutschlandradio verbessert bundesweite Digitalradioversorgung

Veröffentlicht am 04. Mai. 2015 von unter Deutschland

DeutschlandradioAb dem 5. Mai erhöht Deutschlandradio seine Übertragungskapazitäten im bundesweiten Multiplex. Die Empfangsqualität der Programme Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen wird damit ebenso verbessert wie der Fehlerschutz bei der terrestrischen Ausstrahlung. Zugleich werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, Deutschlandradio Kultur auch im Surroundton (5.1) auszustrahlen.

Willi Steul. Foto: Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastré

Willi Steul. Foto: Deutschlandradio / Bettina Fürst-Fastré

Die Audioübertragungsrate erhöht sich für Deutschlandradio Kultur von 96 kbit/s auf 112 kbit/s, für DRadio Wissen von 88 kbit/s auf 96 kbit/s. Durch den hocheffizienten Codec von DAB+ werden Übertragungsqualitäten erreicht, die weit über einer entsprechenden mp3-Datenrate liegen. Die Verbesserungen bei Übertragungskapazitäten und Fehlerschutz führen zu einer virtuellen
Erhöhung der Senderleistung um mehr als 33 Prozent. Der Empfang innerhalb von Gebäuden und in Randgebieten des Versorgungsbereichs wird damit deutlich attraktiver. An Orten, wo bisher Aussetzer den Empfang beeinträchtigten, kann zukünftig mit dauerhaftem Empfang gerechnet werden. Die sogenannten Capacity Units (CU) erhöhen sich ab 5. Mai von 288 auf 396, der Fehlerschutz liegt bei einer Rate von 3/8 statt bisher 1/2.

Die Erhöhung des Fehlerschutzes markiert den Auftakt für weitere Maßnahmen von Deutschlandradio zur Verbesserung der Flächenversorgung mit Digitalradio. 24 Senderstandorte für den bundesweiten Digitalradiomultiplex sollen noch in diesem Jahr hinzukommen, 25 im kommenden Jahr, mindestens zehn weitere im Jahr 2017. Der beschleunigte Netzausbau bei DAB+ ist für Deutschlandradio eine wichtige Voraussetzung zur Erfüllung des gesetzlichen Versorgungsauftrags, der eine bundesweite und flächendeckende terrestrische Verbreitung vorsieht. Mit dem zukünftigen Vollausbau des Digitalradios soll zudem die mittel- und langfristig geplante Ablösung der analogen UKW-Ausstrahlung vorbereitet werden.

Quelle: Pressemeldung

 

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