(K)Ein Scherz: LfM-Radiopreis für Tania Janke und Thorsten Kabitz

Veröffentlicht am 17. Nov. 2014 von unter Pressemeldungen

Radio RSG LogoEs war der wohl gewagteste Radio-Aprilscherz des Jahres. Doch der Mut wurde belohnt: Tania Janke und Thorsten Kabitz von Radio RSG haben den LfM-Hörfunkpreis 2014 für die beste Moderation gewonnen. Der Jurypreis wird jährlich von der Landesanstalt für Medien (LfM) in insgesamt neun Kategorien vergeben und ist die höchste Auszeichnung für Lokalradiomacher in NRW.

Ausgezeichnet wurde die beiden Radio RSG-Moderatoren für den diesjährigen Aprilscherz. Denn, was sich das Lokalradio für Remscheid und Solingen am 1. April 2014 in der Morgenshow gewagt hat, hat sich in dieser Form noch kein anderer deutscher Radiosender getraut: In den kompletten drei Stunden lief nur ein einziger Song: „Lieder“ von Adel Tawil, insgesamt 32 Mal zwischen 6 und 9 Uhr. Die beiden Moderatoren ließen sich dabei nichts anmerken, verkauften den Song jedes Mal neu. „Wir hatten die Idee dazu schon länger. Und ‘Lieder‘ bot sich wegen der anderen darin zitierten Titel perfekt dafür an“, erzählt Thorsten Kabitz, der auch Chefredakteur des Senders ist. Auf die Spitze trieben es die RSG-Morgenmoderatoren mit Umfragen und Call-Ins von (angeblichen) Hörern, die sich auf die Frage nach ihrem Lieblingslied natürlich auch immer nur den einen Song wünschen.

Tania Janke und Thorsten Kabitz. Foto: Radio RSG

Tania Janke und Thorsten Kabitz. Foto: Radio RSG

Die Aktion sei „eine kleine Mutprobe“ gewesen, aber auch ein „gelungenes Experiment“, so die Hörfunkpreis-Jury in der Laudation für die beiden Gewinner: “Dabei demonstrierten sie eindrucksvoll, wie man mit sympathischer und abwechslungsreicher Moderation ein und dasselbe immer wieder neu, überraschend und originell verpacken kann. Das verlangt Disziplin, Kreativität und großes Moderationstalent.”

Die Hörer-Resonanz war enorm. „Nach einer Stunde waren wir ehrlich gesagt kurz davor, die Aktion vorzeitig zu beenden“, gesteht Moderatorin Tania Janke, „dann haben wir es aber doch wie geplant durchgezogen“. Es habe Tage gedauert, alle Mails und Anrufe zu beantworten, erinnert sich Thorsten Kabitz: „Einige erzählten uns später, Sie hätten die ganze Zeit nur darauf geachtet, welche verrückte Geschichte wir uns diesmal als Aprilscherz ausgedacht haben, dass Ihnen gar nicht aufgefallen sei, dass sie schon seit einer halben Stunde immer nur ein Lied hören“. Nur auf eine Reaktion warten die RSG-Moderatoren bis heute: „Adel Tawil hat sich bisher nicht gemeldet. Als Dank für die Inspiration zu diesem Aprilscherz werden wir aber sicher noch ein paar Lieder von ihm spielen.“

Quelle: Pressemitteilung von Radio RSG.

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