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Die eigene Stimme erheben: Radio Echo 96.8 geht in Dresden on air

Radio Echo 96.8. Quelle: Staatsschauspiel DresdenDie Medien haben die Gesellschaft verändert – auch schon lange vor Facebook- und Twitteraufständen in Nordafrika. Unter dem Titel „Eine Woche im Oktober – 25 Jahre friedliche Revolution“ veranstaltet das Staatsschauspiel Dresden jetzt eine Themenwoche und geht aus diesem Anlass auch mit einem eigenen Radiosender auf UKW on air.

Sie tauchten nur selten auf – und wenn sie da waren, verschwanden sie schnell wieder: Piratensender in der DDR. Der „Sender Freies Paunsdorf“, der „Ried-Funk“ oder der „Schwarze Kanal“ wurden zu unabhängigen Radioprogrammen, zumindest kurzzeitig. Die Idee, die eigene Stimme zu erheben und unabhängige Inhalte über den Äther zu schicken faszinierte die Macher der Veranstaltungsreihe des Dresdner Staatsschauspiels besonders. Arved Schulze, Kurator des Projektes, sei bei seinen Recherchen immer wieder auf die freien Radiosender der DDR gestoßen, sagte er gegenüber RADIOSZENE. „Und ich dachte daher, dass wir das Format Radio für unsere Themenwoche nutzen sollten.“ Jetzt wird diese Idee umgesetzt.

Kleines Haus
Das Kleine Haus des Staatsschauspiel Dresden – hier mit Antennen und Logo von Radio Echo. Fotoquelle: Arved Schultze

Vom 3. bis 9. Oktober geht „Radio Echo“ auf 96,8 MHz auf Sendung. Aus dem „Kleinen Haus“ werden Gesprächsrunden, Lesungen und ein tägliches Live-Hörspiel mit dem Titel „Wir sind auch nur ein Volk“ (nach Jurek Becker) gesendet, moderativ unterstützt von Andreas Berger von MDR Sachsen. Der genaue Programmplan wird zeitnah auf der Homepage der Themenwoche veröffentlicht. Zusätzlich werden alle Sendungen auch in einem Livestream und später als Podcast zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen
SPIEGEL: DDR-Piratensender – Aufstand im Äther
Bericht eines ehemaligen DDR-Radiopiraten (PDF)