Schwarz-Schilling übernimmt Beiratsvorsitz von UPLINK

Veröffentlicht am 10. Mrz. 2014 von unter Pressemeldungen

„Anbieter-Monopole im liberalisierten TK-Markt sind Anachronismus“

UPLINK-Logo-smallDer Bundesminister für Post und Telekommunikation a.D. Prof. Dr. Christian Schwarz-Schilling hat zum 01. März den Vorsitz des Unternehmensbeirates der UPLINK Network GmbH übernommen. Der in Düsseldorf sitzende Netzbetreiber für terrestrischen Hörfunk stärkt damit seine Position in der anstehenden Liberalisierung des Marktes für Radioausstrahlung.

„Praktisch alle privaten Radiosender in Deutschland sind heute noch gezwungen, ihr Programm über einen einzelnen Anbieter auszusenden, der aus der ehemaligen Bundespost entstanden ist“, erklärt UPLINK Network Geschäftsführer Michael Radomski die Situation im Markt für UKW-Sendernetzbetrieb mit Verweis auf seinen Wettbewerber, die durch ausländische Investoren gehaltene Media Broadcast GmbH.

Prof. Dr. Schwarz Schilling (Bild: UPLINK GmbH)

Prof. Dr. Schwarz Schilling (Bild: UPLINK GmbH)

Prof. Dr. Schwarz Schilling, der als Minister die vollständige Privatisierung der Deutschen Bundespost umgesetzt hatte, sieht diesen Umstand als Anachronismus an: „Es kann nicht sein, dass 20 Jahre nach der Liberalisierung der Telekommunikation immer noch faktische Monopole existieren, die Wettbewerb, Innovationen und Effizienz ausbremsen.“

Dem Beirat der UPLINK Network GmbH gehören neben Prof. Dr. Schwarz-Schilling (Büdingen) der auf Regulierung spezialisierte Klaus K. Schlegel (Düsseldorf), der für Infrastruktur zuständige Andreas Wild (München) sowie der Medienspezialist Wilfried Sorge (Hamburg) an. Ziel des Unternehmens und seines Beirats ist es, den deutschen Rundfunkanstalten eine echte Auswahl bei der Beauftragung des technischen Dienstleisters zu geben.

Wir rechnen mit deutlichem Widerstand beim Markteinstieg, schließlich steht hinter der Media Broadcast ein ausschließlich renditeorientierter Finanzinvestor, der keine Marktanteile freiwillig abgeben wird. Aber es ist offensichtlich, dass die deutschen Radiosender händeringend Alternativen zum bisherigen Monopolisten suchen“, zeigt sich Wilfried Sorge, der lange als Geschäftsführer von Radio Hamburg, Radio ffn und dem größten deutschen Radiovermarkter RMS tätig war, optimistisch. Beirat Klaus K. Schlegel wertet dabei auch die Signale der zuständigen Regulierungsbehörden positiv: „Es besteht erkennbar ein klarer Wille zur Realisierung eines echten Wettbewerbs durch Politik und Verwaltung auf allen Ebenen.“

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