REGIOCAST DIGITAL stellt nach dem Ende der Bundesligasaison 2012/2013 Deutschlands Fußball-Radio 90elf ein. Diese Entscheidung teilte die Geschäftsführung des 90elf-Veranstalters heute in einer Betriebsversammlung mit. Nach dem Verlust der Audio-Verwertungsrechte an den Spielen der 1. und 2. Bundesliga im Bereich Netcast für die kommenden vier Spielzeiten fehlt dem Sender die Geschäftsgrundlage für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb.


„Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Das ist ganz bitter für uns alle. Insbesondere für unser engagiertes Team, das in den vergangenen Jahren einen Riesenjob gemacht hat“, so Fritsche. Mit den Mitarbeitern von 90elf werden kurzfristig Gespräche geführt. „Natürlich tut uns diese Konsequenz auch für unsere Hörer, Kunden, Partner und Weggefährten sehr leid. Sie alle waren maßgeblich am Erfolg der letzten Jahre beteiligt. Für diese Unterstützung möchten wir uns ganz herzlich bedanken“, sagt Florian Fritsche.
Trotz der Einstellung von 90elf betonte Fritsche, dass das DABplus-Engagement der REGIOCAST im bundesweiten Multiplex nicht infrage stehe: „Wir sind bereits in intensiven Überlegungen, wie wir den freiwerdenden Programmplatz künftig mit attraktiven Inhalten besetzen können. Dafür werden wir uns jetzt die nötige Zeit nehmen“, erklärt Fritsche.
Quelle: REGIOCAST-Pressemeldung vom 21.05.2013
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Update vom 22. Mai 2103
Digitalradio Deutschland bedauert Einstellung von Fußball-Radio 90elf


„Der Fußball-Sender 90elf war im bundesweiten Digitalnetz eine hoch attraktive und außerordentliche Bereicherung für Digitalradio und für das moderne Radio der Zukunft insgesamt“, so Dr. Willi Steul, Intendant von Deutschlandradio und Vorsitzender der Initiative „Digitalradio Deutschland e.V.“. In ihr sind neben dem öffentlich-rechtlichen Deutschlandradio und ARD-Anstalten sowie privaten Programmen der Netzbetreiber Media-Broadcast und daneben Unternehmen aus Industrie und Handel zur Förderung von Digitalradio zusammen geschlossen.
„Für die Radio-Hörer ist zu hoffen“, so der Vorsitzende Dr. Willi Steul, „dass die neuen Rechteinhaber neben dem Internet den enormen Wert der digitalen terrestrischen Verbreitung über DAB erkennen und auch nutzen, wobei 90elf mit seiner Programmqualität die Latte sehr hoch gelegt hat“. Ausdrücklich begrüßt „Digitalradio Deutschland e.V.“ die Erklärung von Florian Fritsche, Geschäftsführer von Regiocast Digital, dass der Sender sein DAB-Engagement jedoch fortsetzt und auf dem Platz von 90elf im bundesweiten Digitalradio-Netz alternative attraktive Inhalte entwickelt.
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