Lokalfunk-Porträt: Radio Köln

Veröffentlicht am 09. Apr. 2012 von unter Deutschland

Konferenzraumschild von Radio Köln (Bild: Hendrik Leuker- 09/11)

Konferenzraumschild von Radio Köln (Bild: Hendrik Leuker- 09/11)

Radio Köln – Der Sender für die Metropole am Rhein

Von Hendrik Leuker (RADIO KURIER)

Seit 2010 ist Köln nach 35 Jahren wieder eine Millionenstadt – und damit die viertgrößte Stadt Deutschlands. Wahrzeichen ist der einzigartige gotische Dom, für den der Grundstein bereits 1248 gelegt wurde und an dem bis 1880 gebaut wurde. Prägend für die Stadt ist der Kölner Karneval mit dem Schull- und Veedelszöch und dem Rosenmontagszug mit den großen Themenwagen zum Abschluss der fünften Jahreszeit. Dem Kölner wird nachgesagt, bisweilen eine legere Art an den Tag zu legen verbunden mit undurchsichtigen Manövern bei Dingen, die eigentlich sorgfältiger und transparenter Planung bedürften – der sprichwörtliche „Kölsche Klüngel“.

Claudia Schall (Bild: Radio Köln)

Claudia Schall (Bild: Radio Köln)

Köln ist aber auch eine Medienstadt. Sitz der größten öffentlich-rechtlichen (WDR) und privaten (RTL) Medienanstalt. Ein Großteil der Serien-, Game-, Talk- und Comedyshows für das Fernsehen wird in Köln produziert. Im Medienpark befindet sich Radio Köln, der größte Lokalsender in Nordrhein-Westfalen (NRW). Diesem hat Hendrik Leuker vom RADIO KURIER einen Besuch abgestattet. Dort traf er mit Chefredakteurin Claudia Schall, dem 1. Vorsitzenden der Veranstaltungsgemeinschaft (VG) Walter Ludwigs sowie dem VG-Assistenten Sebastian Salzwedel zusammen.

Chefredakteurin Claudia Schall ist bei Radio Köln seit 2009 im Amt. Vorher arbeitete sie neben dem Studium der Germanistik und Psychologie u.a. als freie Journalistin bei Tageszeitungen und bei Video/Filmagenturen sowie als Moderatorin im Eventbereich.

Neben acht Jahren als Moderatorin bei Radio Leverkusen arbeitete sie auch bei Radio Erft und war anschlie­ßend als Chefredakteurin bei Radio Leverkusen (2000-2003) und bei Radio Berg in Kürten (2003-2009) tätig.

Radio mit System

Zu Beginn der 80er Jahre gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) Überlegungen hinsichtlich der Etablierung eines Bürgerfunks. Unterstützung kam von vielen Umweltgruppen und Vertretern von Minderheiten außerhalb des Parlaments bis hin zu den damals noch mit absoluter Mehrheit regierenden Sozialdemokraten im Düsseldorfer Landtag.

„Erst rechnen, dann senden!“, mit diesen Worten nahm der damalige Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) auch den Befürwortern des Bürgerfunks in seinen eigenen Reihen den Wind aus den Segeln. Steuergelder für das Abhandeln von Orchideenthemen im Radio, das schien ihm zu riskant und als dem Wähler nicht vermittelbar.

Da Staatsknete nicht zur Verfügung gestanden sei, seien private Verleger gefragt worden, ob sie sich nicht beteiligen wollten. Dem Bürgerfunk sollten schließlich zunächst zwei Abendstunden zur Verfügung stehen. Es sei für jedes Lokalradio in Nordrhein-Westfalen ein Zwei-Säulen-Modell aus sog. Betriebsgesellschaften (BG) und Veranstaltergemeinschaften (VG) gebildet worden, schildert Walter Ludwigs, 1. Vorsitzender der VG von Radio Köln, die Anfänge.

Am 04.Mai 1991 nahm Radio Köln den Betrieb auf. 2011 konnte somit bereits das zwanzigjährige Jubiläum gefeiert werden.

Die Betriebsgesellschaft (BG) von Radio Köln besteht zu 75% aus dem Verlag Du Mont Schauberg, der den „Kölner Stadtanzeiger“, das Boulevardblatt „Express“ und die von der Verlegerfamilie Heinen aufgekaufte „Kölnische Rundschau“ herausbringt sowie mittlerweile zahlreiche Beteiligungen an Zeitungen im Bundesgebiet unterhält, beispielsweise an der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Halle), an der „Berliner Zeitung“ sowie der „Frankfurter Rundschau“, und zu 25 % aus den Anteilen der Stadt Köln.

Am Anfang gab es Befürchtungen, die städtische Politik würde durch die kommunalen Anteile zu viel Einfluss auf das Radio nehmen. Diese Befürchtungen seien unbegründet gewesen. Die BG besteht jeweils aus den Kapitalgebern, die das betriebswirtschaftliche Risiko tragen, die Studiotechnik unterhalten sowie den Verkauf von Werbezeiten organisieren.

Das Gegengewicht hierzu ist die Veranstaltergemeinschaft (VG), die sich aus bis zu 22 – in Köln 18 – Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen aus dem Verbreitungsgebiet zusammensetzt. Die VG, die auch Inhaberin der Lizenz sei, sei ein eingetragener Verein für das Programm und bestünde beispielsweise aus Vertretern von Wohlfahrtsverbänden, Sportvereinen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden; während sich die BG um die Finanzierung kümmere, trüge die VG die publizistische Verantwortung. Sie sei zuständig für die Budgetplanung, den Personalstellenplan sowie die Bestellung des Chefredakteurs, umreißt Walter Ludwigs, der Vorsitzende der VG, deren Aufgaben.

Walter Ludwigs (Bild: Radio Köln)

Walter Ludwigs (Bild: Radio Köln)

Die Schnittstelle zwischen BG und VG sei nach dem Landesmediengesetz die Verabschiedung des Stellen- und Wirtschaftsplans. Das Budgetrecht werde zwischen VG und BG verhandelt. Wenn es verhandelt sei, könne die VG über die festgesetzten Mittel frei verfügen, erklärt Ludwigs das Zusammenspiel beider Gremien.

Hervorzuheben wären noch die Befugnisse der VG in Personalfragen. Sie entscheidet mit Zustimmung der BG über die Einberufung des Chefredakteurs. Außerdem ist sie die Arbeitgeberin der Redakteure. Derzeit sind bei Radio Köln zwölf Redakteure und zwei Volontäre fest ange­stellt. Die Vergütung erfolgt nach Tarifvertrag. Schon ab ihrem Volontariat, also ab ihrer Ausbildung, wer­den die ange­hen­den Redakteure als Teil des Teams eingesetzt.

Eine gute Ausbildung erhöhe auch im Medienbereich die Zukunftschancen. Zum Teil wür­den aus den Redakteuren von Radio Köln freie Journalisten oder sie gin­gen zu ande­ren Medien, auch zum Fernsehen.

Der Bürgerfunk, auch schon mal als dritte Säule bezeich­net, wurde inzwi­schen lan­des­weit von zwei auf eine Abendstunde gekürzt (werk­tags 21-22 Uhr; sonn- und fei­er­tags: 20-21 Uhr).

Kölsch un jot

Der Claim von Radio Köln lau­tet: „Kulthits und das Beste von heute – Radio Köln – der beste Mix”.

Die meist­ge­hörte Sendung ist die Morgensendung „Radio Köln am Morgen“ (6-10 Uhr), im wöchent­li­chen Wechsel mode­riert von Janine Breuer-Kolo und Mick Weiser. Die Morgensendung ist dabei nicht auf die Moderatoren zuge­schnit­ten. Radio Köln mache aus der Morgensendung keine Personalityshow, son­dern setze auf Inhalte. Es gehe darum, dass der Hörer wisse, was in der Welt und vor sei­ner Haustüre pas­siere. Frau Schall macht deut­lich, wor­auf es ihr bei der Morgensendung ankommt. Der Schwerpunkt liegt auf loka­len Nachrichten. Auffallend bei den Beiträgen in der Morgensendung von gut 1,5 Minuten Länge ist die Häufigkeit von Infrastrukturthemen wie Baustellen, Tempolimits, vom Flughafen und der Rheinschifffahrt. NRW sei ein Verkehrsknotenpunkt in Europa, fügt Schall hinzu.

Aber der geneigte Hörer erfährt auch von Veranstaltungen, Kölnern mit ausgefallenen Hobbys und zur fünften Jahreszeit darüber hinaus vom Geschehen rund um den Karneval. Zudem ist Radio Köln spielebegleitender Medienpartner der lokalen Bundesligisten 1.FC Köln (Fußball) und Kölner Haie (Eishockey). Neben der Information liegt ein weiterer Schwerpunkt beim Service wie z.B. bei Wetter und Verkehr.

Moderator Ralf Düker im Studio von Radio Koeln (Bild: Hendrik Leuker-09/11)

Moderator Ralf Düker im Studio von Radio Koeln (Bild: Hendrik Leuker-09/11)

Warum die Morgensendung gleich­be­rech­tigt den Fokus auf das Geschehen in Köln und auf das Weltgeschehen rich­tet, ver­sucht Ludwigs wie folgt zu erklä­ren: Der Kölner sei eine eigen­tüm­li­che Mischung aus Veedelsbewohner (Einwohner eines Stadtteils) und Weltbürger. Daher sein Anspruch über alles Wesentliche, was um ihn herum geschehe, infor­miert zu wer­den. Dem wird Radio Köln gerecht, indem von 5.30- 19.30 Uhr zur hal­ben Stunde drei Minuten Lokalnachrichten gesen­det wer­den und durch­gän­gig zur vol­len Stunde die Weltnachrichten von radio NRW in Oberhausen. Reportagen und Beiträge von 1,5 Minuten Länge run­den das Informationsangebot ab.

In der Reihe ‘Ursache und Wirkung‘ wolle man bei Radio Köln auf­zei­gen, wie sich Entscheidungen in Brüssel, Berlin und Düsseldorf auf der loka­len Ebene aus­wirk­ten anhand von Kölner Beispielen. Als z.B. das Transplantationsgesetz ver­ab­schie­det wurde, habe man den Alltag eines nie­ren­kran­ken Kölners, der täg­lich zur Dialyse müsse und dem schließ­lich ein Organ gespen­det wor­den sei, dar­ge­stellt, schil­dert Schall hierzu ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Beispiel.

Gewichtige politische Themen, zu denen zunächst auf Seiten des Hörers eine gewisse Distanz beste­hen mag, werden auf die lokale Ebene „her­un­ter gebro­chen”. Die Musik kommt im Falle der 45 Lokalradios in NRW, so auch bei Radio Köln, zen­tral von radio NRW, dem Mantelprogramm aus Oberhausen.

Hierbei ori­en­tiert sich radio NRW hör­bar am Mainstream. Die dort aus­ge­wählte zen­trale Musikfarbe ist AC (Adult Contemporary); das bedeu­tet Pop-Rock, 80s Pop-Rock und Dance.

Am Sonntagabend von 21-24 Uhr in der Sendung „Kölsch un jot“ ist auf Radio Köln indes köl­sche Musik zu ver­neh­men; die Bandbreite reicht von über­re­gio­nal bekann­ten Bands wie BAP und  Höhner bis hin zu Newcomern im Karneval.

Das Programm von Radio Köln ist sehr erfolg­reich. Beinahe jeder vierte Kölner wird von sei­nem Großstadtradio erreicht. Und dies trotz gro­ßer Konkurrenz (fünf WDR-Programme sowie ein­strah­lende vier SWR-Programme sowie Private aus dem benach­bar­ten Rheinland-Pfalz). Wie sich aus der MA 2011/II ergibt, kommt Radio Köln auf eine Tagesreichweite von 24,8% (Mo-Fr). In abso­lu­ten Zahlen schal­ten somit 249.000 Hörer täg­lich Radio Köln ein.

Gerüstet für die Zukunft

Anfangs gab es nur die UKW-Frequenz 107,1 MHz. Diese sei durch­aus leis­tungs­fä­hig. Radio Köln könne man im Raum Köln und dar­über­hin­aus hören. Schon ab Remscheid bzw. Düsseldorf sei der Empfang mög­lich, merkt Schall an. An tech­ni­schen Neuerungen stün­den wei­tere Internetstreams und die Android-App im Raum.

Grundsätzlich wäre bei Radio Köln die VG für die Nutzung von DAB+. Die BG wäre aber am Zug, das zu ent­schei­den. Radio Köln sähe aber natür­lich auch, dass der Durchschnittshörer Radio vor­wie­gend auf UKW und im Internet per Webradio kon­su­miere. Zwischen Veranstaltern und Industrie gehe nun der Ball hin und her, wer zöger­li­cher sei. Er meine aber schon, dass die Industrie in aus­rei­chen­der Zahl DAB+-Geräte zur Verfügung stel­len müsse. Diese weise natür­lich schon ein­mal dar­auf hin, dass die Programmanbieter mehr und zusätz­li­ches Programm anbie­ten müss­ten. Es sei noch unklar, wie es sich ent­wi­ckele. Er beob­achte die DAB+-Euphorie aber mit einer gewis­sen Skepsis, führt Ludwigs hierzu aus.

Dabei hat die Zukunft schon begon­nen: Zusätzlich zum Livestream, also dem UKW-Programm, biete Radio Köln im Internet einen Hot Music-Stream an, merkt Salzwedel hierzu an. Inzwischen wurde ein Chillout-Lounge-Stream mit Hits zum Ausspannen ein­ge­rich­tet. Außerdem gibt es noch Streams mit Karnevalshits zur fünf­ten Jahreszeit sowie eine durch­gän­gige Partymischung.

Mobil lässt sich das Programm mit der auf der Website kostenlos herunterladbaren Radio Köln-App zudem in die Tasche stecken.

So sieht die iPhone-App von Radio Köln aus (Bild: iTunes)

So sieht die iPhone-App von Radio Köln aus (Bild: iTunes)

Die Vermarktung von Radio Köln, einem ausschließlich durch Werbung finanzierten Sender, findet durch die HSG (Hörfunk Service GmbH) gleich im Paket mit sechs weiteren Lokalsendern im Rheinland (Radio Berg in Kürten, Radio Erft in Wesseling, Radio Leverkusen, Radio Rur in Düren, Radio Euskirchen und Radio Bonn/Rhein-Sieg) statt. Das liegt daran, dass an der BG mit DuMont Schauberg als Hauptgesellschafter ein großer Verlag beteiligt ist, der an mehreren Lokalsendern Anteile hält.

Die meiste Sendezeit stellt radio NRW, das Mantelprogramm aus Oberhausen (ein sog. “No-Name-Sender”). Es ertönen rund um die Uhr jedoch die Jingles der jeweiligen lokalen Station, die aber maximal 8 Stunden eigenes Programm produzieren; kleinere Stationen sogar nur 5 bzw. 3 Stunden. Radio Köln ist ein “Acht-Stünder”. Eigenes Programm kommt aus Köln von 6-10 Uhr und von 15-19 Uhr (Mo-Fr); am Wochenende sind es ebenfalls acht Stunden aber bei abweichenden Sendezeiten. Eine Ausweitung der Programmstunden ist im Vertrag mit radio NRW nicht vorgesehen.

Im Jahr 1997 wurden die Programmfenster, die von den Sendern vor Ort für Information und Service (lokales Wetter und Verkehr) genutzt werden können, genau festgelegt, genauso wie die Sendezeiten für die landesweiten (vor der vollen Stunde) und die lokalen Werbeblöcke (vor der halben Stunde). Musik und Service (Wetter/Verkehr; außerhalb der lokalen Fenster) kommen zentral von radio NRW aus Oberhausen; kölnspezifische aber landesweit interessierende Themen steuert Radio Köln zum zentralen Programm bei.

Die Mitarbeiter von Radio Köln leben das Leben der Kölner auch mit, wüss­ten Bescheid über die Themen in den Vierteln. Einmal im Jahr ver­an­stalte Radio Köln einen „Tag der offe­nen Tür“, zeigt Schall die Verbundenheit ihres Senders mit den Hörern auf.

Als ein Höhepunkt im Jahreskalender für viele Radio Köln-Hörer darf die Karnevalsfeier mit Radio Köln im Severinsviertel gel­ten. Eine Veranstaltungsaktion ist Radio Köln mit den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) ein­ge­gan­gen. Aus dem „Radio Köln-Bus“, gestellt von der KVB, wurde in den Sommerferien Programm gemacht. Gleichzeitig stellte diese Aktion eine Sonderwerbeform für die KVB dar. Nebenbei sei dadurch ein Sommerloch bei den Themen aus­ge­schlos­sen wor­den, merkt Ludwigs hierzu an.

Mein persönliches Fazit

Lokalfunk in NRW ist jour­na­lis­tisch geprägt; die­ses stellt einer­seits eine Anpassung an die Mentalität des Hörers dar – gleich­zei­tig lokal inter­es­siert wie auch mon­dän der Welt zuge­wandt. Die Verlage im Hintergrund, oft Hauptgeldgeber, kon­zen­trie­ren sich auf ihr Kerngeschäft und stellen über die Betriebsgesellschaften den VGs  finan­zi­elle Mittel für die Herstellung von Programm zur Verfügung.

Die Musik kommt wegen des einheitlichen Erscheinungsbildes zur besseren Vermarktung und Unterscheidung beim Hörer zentral von radio NRW aus Oberhausen, wo sich auch die Musikredaktion befindet. Die Unterschiede von privatem und öffentlich-rechtlichem Rundfunk wie dem WDR erscheinen mir in NRW geringer als im Süden der Republik.

Abschließend ist aber zu bedauern, dass vom Bürgerfunk, der Pate für die Idee des Lokalfunks stand, gerade einmal ein tägliches Stündchen übrig geblieben ist. In anderen Ländern, wie z.B. in Schweden mit seinen “Närradios“, ist die Idee des Bürgerfunks großzügiger umgesetzt worden.


Hendrik Leukers
Bericht über Radio Köln erscheint im RADIO KURIER.

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Kontakt
Radio Köln
Mediapark 5
50670 KÖLN

Tel: 0221 / 951 99-0
Fax.: 0221 / 951 99-21
Email: redaktion@radiokoeln.de
Internet: www.radiokoeln.de (auch Livestream)

Frequenz
Köln 107,1 MHz (0,5 kW)

Empfangsberichte werden gegen Rückporto per Brief bestätigt.

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