
Dieser Segen an Übertragungskapazitäten (der Branchendienst „Kontakter“ titelte: „Wundersame Kanalvermehrung“) sollte aber nicht überbewertet werden. Man sei damit weit von einer Vollabdeckung von NRW entfernt, dämpft das Medienreferat der Staatskanzlei zu grosse Erwartungen. Es handele sich weitgehend um extrem schwache Frequenzen. Nur eine sei „recht interessant“. Beschlossene Sache zu sein scheint, dass die getesteten Frequenzen für den einst geplanten Lokalsender Olpe in das Paket einfliessen sollen. Damit wäre auch der Grossraum Siegen/Südwestfalen bedient.
Wie die LfM nun mit dem Kanalpaket umgehen will, dazu hüllt sie sich bisher in Schweigen. Der Buschfunk meldet aber, dass die Medienwächter alle neuen Kanäle zu einer quasi-landesweiten Kette zusammenschalten, und nicht einzelne für den Lokalfunk abzweigen wollen. Keine guten Aussichten für die Initiatoren des neuen, zweiten Lokalsenders in Düsseldorf. Sie reflektieren bekanntlich auf die neue Frequenz, die dem Standort Hilden zugewiesen ist.
Eine endgültige Entscheidung der LfM, welche Frequenzen ausgeschrieben werden, soll wohl bis Sommer fallen. Unterdessen stehen die Interessenten für die Kette in den Startlöchern. Brancheninsider etwa wissen von Plänen für eine gemeinsame Bewerbung eines süddeutschen Anbieters zusammen mit Radio NRW für ein Jugendradio. In Oberhausen scheint man auch sehr siegessicher zu sein. Denn offenbar bastelt eine Miniredaktion bereits an Probesendungen für die neue junge Welle.
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