Italien: Spart der Staat am Senderbetrieb?

RAIWay RomEin Falter flatterte aus Italien herüber und brachte auf seinen Flügeln ein schwerwiegendes Gerücht ins deutschsprachige Gebiet: 300 italienische Sender würden noch in diesem Jahr zum Schweigen verdammt. Eifrige Redakteure in Österreich und Deutschland recherchierten und suchten – und fanden nichts dergleichen. Stattdessen berichtete ein Medienpartner, noch im Juli hätte es Gerüchte gegeben, Berlusconis Mediaset wolle RAIWay kaufen.

Auschnitt aus einer Meldung des aktuellen

Nun muss man wissen, dass RAIWay die staatlich kontrollierte Senderbetriebsgesellschaft ist, die in der Tat bislang hauptsächlich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk diente. RAIWay ist aus der technischen Abteilung ihrerer Mutter RAI hervorgegangen und nun die Herrin über 2300 Sender, die allesamt staatlichen Rundfunk verbreiten. Sie kontrolliert seit über 80 Jahren die Frequenzbelegung in Italien und wacht streng über über die technischen Qualitätsstandards gesendeter Signale.

Seit Jahresbeginn rumorte der Vorschlag, den Senderbetreiber zu privatisieren, in Gewerkschaften und im Parlament. Er beinhaltet die Übertraguung der Sender und aller Mitarbeiter in kommerzielle Hände. Der neue Eigentümer solle dann bitteschön seine Services der RAI anbieten. Doch die Idee stößt bislang auf wenig Gegenliebe und wurde daher nicht groß in die Öffentlichkeit getragen.

Dies scheint ein Schmetterling jetzt ändern zu wollen…

Link
http://www.raiway.it

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