Neuer Medienreport der European Broadcasting Union

Veröffentlicht am 30. Jun. 2011 von unter Weltweit

Eurovision der European Broadcasting UnionDie 1950 gegründete European Broadcasting Union (EBU) kennt man hierzulande nur von Eurovisions-Sendungen, insbesondere dem Eurovision Song Contest. Die EBU kann aber weitaus mehr. Die 76 aktiven Mitgliedsorganisationen stammen aus 56 Ländern – nicht nur Europas, sondern auch aus daran angrenzenden Regionen. Assoziierte Mitglieder finden sich unter anderem gar in Australien, Chile, dem Iran, Kuba und Neuseeland. Das Genfer Hauptquartier der EBU bietet rund 300 Beschäftigten Arbeit – sie arbeiten nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Beijng, Brüssel, London, Madrid, Moskau, Singapur und Washington. Präsident Jean-Paul Philippot, Intendant der belgischen RTBF, löste 2009 WDR-Urgestein Fritz Pleitgen ab. Nicht nur Kooperationen will die EBU erleichtern, sondern auch Weiterbildung, politische Entscheidungen sowie Technologieaustausch.

Der neueste Medienreport der EBU zählt nicht nur die Zahlen der Nutzung Öffentlich-Rechtlicher Medien auf, sondern auch deren Verhältnis zu Social Media. Erstaunlich beim Streamingangebot Öffentlich-Rechtlicher Stationen ist, dass tatsächlich alle der an der Studie teilnehmenden Mitglieder Livestreams anbieten. Podcasts verbreiten immerhin 87%, während nur etwas mehr als die Hälfte der Stationen mittels Social Media – insbesondere Facebook – interaktiv tätig ist.

Als beispielhafteste Angebote aus deutschen Landen nennt das zusammenfassende Dokument der Untersuchung “Domian” und “Klassik a la Carte”. Dazu führt es Tipps für derart erfolgreiche Sendungen auf:

  1. Sorgfältige Dramaturgie in 3 Akten;
  2. Unterschiedlicher Content auf unterschiedlichen Plattformen;
  3. Erweiterung der crossmedialen Aktivitäten;
  4. Präsenz auf allen Plattformen mit entsprechenden Nutzern;
  5. Markentreue und Rückführung der Nutzer auf die eigene Homepage;
  6. Personalisierbare Inhalte;
  7. Sorgfältiger Umgang mit von Nutzern erstellten Inhalten;
  8. Kommentierung der wichtigsten Follower-Postings;
  9. Beauftragung eines Social Media Managers als Schlüsselfigur;
  10. Kreatives und auch experimentelles Ausntzen der Möglichkeiten von Social Media.

Ob die Zusammenfassung zum Thema “Public Radio and New Media Platforms 2011” wirklich innovative Denkanstöße bietet, werden Entscheider der Branche sicherlich unterschiedlich bewerten.

Link
Public Radio and New Media Platforms 2011

Kommentar hinterlassen

Tags: , , , , , , ,