Am Samstag, 3. Oktober, werden in Österreich neben den Sirenen auch digitale Warnsysteme getestet. In Wien gehört erstmals auch der Warnkanal über DAB+ zum Probealarm.

Beim österreichweiten Zivilschutztag werden zwischen 12:00 und 12:45 Uhr mehr als 8.000 Sirenen ausgelöst, davon 180 in Wien. Getestet werden die vier Zivilschutzsignale „Sirenenprobe“, „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“. Nach Angaben der Stadt Wien handelt es sich um eine Übung, mit der die Bevölkerung mit den Signalen vertraut gemacht und die technische Funktionsfähigkeit überprüft werden soll.
Neben den Sirenen kommen in Wien weitere Warnkanäle zum Einsatz. Dazu zählt das seit 2024 österreichweit verfügbare Mobilfunk-Warnsystem AT-Alert. Um 12:00 Uhr wird das Bundesministerium für Inneres eine Testnachricht als „AT-Alert Level 4-Gefahreninformation“ versenden. Zwischen 12:45 und 13:00 Uhr folgt eine zweite Auslösung durch die Bundesländer als „AT-Alert Level 1-Notfallalarm“.
Auch DAB+ wird in den Test einbezogen. Über den Wiener Citymux auf Kanal 11C wird in einem eingeschränkten Gebiet ein Testalarm über ASA (Automatic Safety Alert) ausgelöst. Die Technologie ermöglicht es, bei einem Alarm geeignete DAB+ Empfänger automatisch auf einen Warnkanal umzuschalten. Dort wird eine Warnansage automatisiert in deutscher und englischer Sprache ausgegeben.
Für den Test am 3. Oktober muss ein Programm des Wiener Citymux auf Kanal 11C eingestellt sein, beispielsweise City Jazz. Ein ASA-fähiges DAB+ Radio schaltet bei entsprechender Konfiguration automatisch auf den Warnkanal um. Wer kein ASA-fähiges Gerät besitzt, kann den Warnkanal laut Stadt Wien auch manuell über das Programm „ASA-Info“ auswählen.
ASA-fähige Digitalradios können auf einen geografischen Standort konfiguriert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Warnungen nur dann ausgelöst werden, wenn sich das Gerät tatsächlich in einem betroffenen Gebiet befindet beziehungsweise eine entsprechend hohe Alarmstufe vorliegt.
Der DAB+ Test ergänzt damit die bereits bestehenden Warnwege über Sirenen, Mobilfunk und weitere digitale Informationskanäle. Die Stadt Wien testet am Samstag außerdem digitale Werbeflächen im öffentlichen Raum sowie die Zivilschutz-Funktion ihrer „Stadt Wien“-App.
Die Warnung über DAB+ basiert auf dem sogenannten Automatic Safety Alert. Das System soll perspektivisch ermöglichen, digitale Radios gezielt für die Verbreitung von Katastrophen- und Sicherheitsinformationen zu nutzen. Beim Wiener Zivilschutztag wird diese Funktion nun praktisch erprobt.
Rückmeldungen den einzelnen Warnkanälen können über die jeweiligen Onlineformular (Wahrnehmungsprotokoll) auf der Website der Stadt Wien abgegeben werden. Am Übungstag steht von 11:45 bis 13:30 Uhr auch das Sirenentelefon unter 01/4000-7524 für Meldungen zur Verfügung.
Update: Erfolgreiche Sirenenprobe 2026 in Wien
Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, wurden in Wien die 180 Sirenen im Stadtgebiet einem Routinetest unterzogen. Der Test verlief erfolgreich: Bis auf eine Sirene funktionierten alle einwandfrei.
Um die Bevölkerung mit den Zivilschutzsignalen vertraut zu halten, wurden zwischen 12:00 Uhr und 12:45 Uhr die vier Signale ausgelöst:
- „Sirenenprobe“ (15 Sekunden gleichbleibender Dauerton)
- „Warnung“ (3 Minuten gleichbleibender Dauerton)
- „Alarm“ (1 Minute auf- und abschwellender Heulton)
- „Entwarnung“ (1 Minute gleichbleibender Dauerton)
Die Fachabteilungen der Stadt Wien überprüften dabei den technischen Zustand und die Hörbarkeit der Sirenen.
Ebenso wurden im Zuge der Sirenenprobe auch andere Warnkanäle getestet. AT-ALERT wurde durch das Bundesministerium für Inneres und die Bundesländer ausgelöst.
In Wien wurde auch die Digitalen Plakate der Gewista und der Warnkanal über DAB+ Radio getestet. Im Testgebiet war der Test bei den Plakaten sowie der Radiomeldung erfolgreich.








