Im ersten Halbjahr 2026 wurden die Live-Programme der in- und ausländischen Radiosender täglich von mehr als 5 Millionen Personen und pro Woche von knapp 7 Millionen Personen genutzt. Die tägliche Nutzungsdauer pro Person belief sich auf 73 Minuten. Dies belegen die im Auftrag der Stiftung Mediapulse erhobenen Daten zur Radionutzung für das erste Semester 2026.
Zwischen Januar und Juni 2026 erreichte die Gattung Radio pro Woche 93 Prozent der Wohnbevölkerung ab 15 Jahren, was einer absoluten Zahl von 6,99 Mio. Personen entspricht. Die durchschnittliche Tagesreichweite liegt bei 68 Prozent bzw. 5,12 Mio. Personen. Im sprachregionalen Vergleich variiert die Tagesreichweite zwischen 75 Prozent in der Svizzera italiana, 69 Prozent in der Deutschschweiz und 64 Prozent in der Suisse romande.
Wer das Radio nutzt, hört die entsprechenden Programme im Schnitt 107 Minuten pro Tag. Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer nutzen Radio weiterhin am intensivsten – mit einer täglichen Nutzungsdauer von 113 Minuten pro Hörer bzw. Hörerin. Dieser Wert liegt in der Svizzera italiana bei 106 Minuten und in der Suisse romande bei 88 Minuten.
Betrachtet man nicht nur jene, die Radio hören, sondern alle Personen ab 15 Jahren, ergibt sich eine durchschnittliche Radionutzungsdauer pro Person und Tag von 73 Minuten. Die entsprechenden sprachregionalen Werte liegen in der Svizzera italiana bei 80 Minuten, in der Deutschschweiz bei 78 Minuten und in der Suisse romande bei 57 Minuten.
Im Vergleich zum ersten Semester 2025 zeigt sich auf Ebene Gesamtmarkt Schweiz eine weitgehend stabile Entwicklung. Während die Tagesreichweite von 70 Prozent auf 68 Prozent sinkt, bleibt die Wochenreichweite mit 93 Prozent unverändert. Im gleichen Zeitraum nimmt die Nutzungsdauer pro Hörer schweizweit um 1 Minute ab. Mit anderen Worten: im Vergleich zum Vorjahr hören etwas weniger Personen etwas weniger lang Radio.
Die Mediapulse Radioforschung erfasst die lineare Nutzung von Radioprogrammen über sämtliche analogen und digitalen Verbreitungsvektoren. Aus forschungsökonomischen Gründen unberücksichtigt bleibt dabei jene lineare Radionutzung, die über Kopfhörer erfolgt. Weitere Ergebnisse zur Radionutzung im ersten Halbjahr 2026 können über ein Dashboard auf der Mediapulse-Website abgerufen werden.
Ein partieller Datenausfall führte dazu, dass die Nutzung von einzelnen Sendern¹ in der Suisse romande während vier Tagen (28. Feb bis 3. März) nicht vollständig erfasst werden konnte. Entsprechend liegen die ausgewiesenen Nutzungswerte für diesen Zeitraum geringfügig und statistisch nicht signifikant unter dem effektiven Niveau.
¹) betroffen sind: One FM, Radio Fribourg, RFJ, RJB et RTN
Mediapulse verantwortet als unabhängige Branchenorganisation die Erhebung von Daten zur Nutzung von Radio- und TV-Programmen und deren digitalen Angeboten in der Schweiz. Diese Daten «Made in Switzerland» bilden die offizielle Währung und werden von Sendern und Programmschaffenden, der Werbewirtschaft, Behörden und Politik sowie der Wissenschaft genutzt.
Als praxisnahes Unternehmen verfolgt Mediapulse das Ziel, den elektronischen Medien- und Werbemarkt in der Schweiz durch die Datenprodukte bei der Programmanalyse und Vermarktung zu unterstützen. Moderne Messsysteme, wissenschaftlich fundierte Methoden und kontinuierliche Innovation stellen sicher, dass auch die dynamischen Veränderungen in der Nutzung audiovisueller Medien verlässlich, nachhaltig, nachvollziehbar und vertrauenswürdig abgebildet werden können.
Mediapulse steht für Neutralität, Unabhängigkeit, Transparenz sowie höchste Qualität in der Medienforschung. Die Institution untersteht der Aufsicht des UVEK (BAKOM). Im Verwaltungsrat der Mediapulse AG sowie im Stiftungsrat der Mediapulse Stiftung sind zentrale Marktakteure vertreten.
Quelle: Mediapulse












