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Musikmarkt 2025: 40- bis 49-Jährige gaben das meiste Geld für Musik aus

Die durchschnittlichen Gesamtausgaben pro Käufer von Musik haben sich innerhalb der letzten 16 Jahre verdoppelt. Vinyl-Käufer sind nach eigener Aussage weiterhin die größten Musikfans. Diese Erkenntnis sowie weitere lesenswerte Zahlen rund um die Musikwirtschaft sind in der Publikation „Musikindustrie in Zahlen 2025“ hinterlegt, die im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) in diesen Tagen veröffentlicht wurde.

BVMI-Jahrbuch der Musikindustrie 2025
BVMI-Jahrbuch der Musikindustrie 2025

Etwas mehr als jeder Vierte in Deutschland (26 %) war im Jahr 2025 bereit, Geld für Musik auszugeben. Damit ist der Wert gegenüber dem Vorjahr (2024: 28 %) um 2 Prozentpunkte gesunken. Knapp jeder dritte Mann (29 %) und etwas weniger als jede vierte Frau (23 %) war kaufbereit, dies sind gegenüber 2024 um 1 beziehungsweise 2 Prozentpunkte niedrigere Werte.

In den unterschiedlichen Altersgruppen gab es teilweise deutlich größere Veränderungen gegenüber 2024. War 2024 deutlich mehr als jeder zehnte (12 %) 10- bis 15-Jährige bereit, für Musik Geld auszugeben, war es 2025 nur noch knapp jeder Zehnte (9 %), ein Rückgang um 3 Prozentpunkte. Mit 1 Prozentpunkt deutlich geringer fiel der Rückgang in der Gruppe der 16- bis 19­-Jährigen aus – bei einem gleichzeitig doppelt so hohen Anteil an kaufbereiten Menschen von etwas mehr als einem Fünftel (21 %).

In jeder weiteren Gruppe bis zum Alter von 49 Jahren ist jeweils eine höhere Kaufbereitschaft zu verzeichnen, während sie in den danach folgenden Gruppen wieder zurückging. So sagten 29 Prozent der 20- bis 29-Jährigen, dass sie sich Musik etwas kosten lassen, mit 6 Prozentpunkten gab es in dieser Gruppe aber auch den größten Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Kaufbereitschaft der 30- bis 39-Jährigen hat zugenommen, allerdings nicht ganz so stark wie die der 20- bis 29-Jährigen. Deutlich mehr als ein Drittel (37 %) gab an, für Musik Geld auszugeben (2024: 33 %). Damit waren die 30- bis 39-Jährigen 2025 die zweitgrößte Käufergruppe. Etwas weniger stark zurückgegangen (–3 Prozentpunkte) ist die Kaufbereitschaft der 40- bis 49-Jährigen. Sie stellten mit 42 Prozent im Jahr 2025 zugleich den größten Anteil an kaufbereiten Menschen.

Innerhalb der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen waren 2025 wiederum mehr Menschen bereit, Geld für Musik auszugeben. Mit einem Anteil von 34 Prozent (2024: 32 %) stellten sie die drittgrößte Käufergruppe. In der Altersgruppe ab 60 Jahren ging die Bereitschaft auf 14 Prozent zurück und damit auf das Niveau der 10- bis 15-Jährigen.

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Musikausgaben pro Kopf im Vergleich zu früher deutlich gestiegen

Während sich der Anteil der kaufbereiten Menschen innerhalb der vergangenen Jahre insgesamt verringert hat, sind die Pro-Kopf-Ausgaben für Musikaufnahmen deutlich gestiegen. So hatten 2009 die Durchschnittsausgaben aller Personen in Deutschland, die mindestens 1 Euro für ein Musikprodukt ausgaben, bei 55 Euro gelegen.

2015 war dieser Gesamtbetrag dann bereits signifikant höher. Teils war dies dadurch bedingt, dass der Höhepunkt der Downloads im Jahr 2013 in diesen Zeitraum fiel – die Durchschnittsausgaben der Download-Käufer:innen erhöhten sich auf 35 Euro. Überwiegend schlugen jedoch die ersten Premium-Abonnements für Streaming-Dienste mit durchschnittlich 63 Euro zu Buche. So lagen die durchschnittlichen Gesamtausgaben von Personen, die sich Musik etwas kosten ließen, 2015 bei 68 Euro. Innerhalb der folgenden 10 Jahre hat sich dieser Betrag um 44 Euro erhöht: 2025 lagen die Pro-Kopf-Ausgaben der Musikkäuferinnen und -käufer bei 112 Euro. Auch dieser Anstieg ist in erster Linie auf die wachsende Popularität und zunehmende Nutzung von bezahltem Musikstreaming zurückzuführen. So haben sich die Pro-Kopf-Ausgaben für Premium-Accounts bis Ende 2025 auf 109 Euro annähernd verdoppelt, was maßgeblich zur Erholung und zum Wachstum des Musikmarktes insgesamt beigetragen hat. Die Verteilung der Ausgaben auf physische und digitale Formate hat sich dabei innerhalb von 16 Jahren in etwa umgedreht: Wurden 2009 noch 91 Prozent für physische Tonträger ausgegeben, waren es 2025 nur noch 15 Prozent gegenüber 84 Prozent für Premium-Accounts bei Streaming-Diensten.

Musikmarkt 2025 2b

Verbundenheit mit Musik korreliert mit dem bevorzugten Medium

Etwas mehr als ein Drittel (35 %) der Menschen in Deutschland hörte 2025 Musik über einen Premium-Account, also über ein kostenpflichtiges Streaming-Abonnement. Dabei waren Frauen und Männer mit jeweils 50 Prozent gleich stark vertreten. Wie 2024 stellten hier auch 2025 die 30- bis 39-Jährigen die stärkste Gruppe mit etwa 20 Prozent. Mit 19 Prozent folgten die 40- bis 49-Jährigen und mit jeweils 17 Prozent die 20- bis 29-Jährigen und die 50- bis 59-Jährigen. Die 10- bis 19-Jährigen lagen mit 16 Prozent – hier fließt vermutlich zunehmend auch die Mitnutzung bestehender Accounts etwa über Familien-Abonnements ein – noch vor der Gruppe der über 60-Jährigen (12 %).

13 Prozent der Bevölkerung in Deutschland streamte 2025 kostenlos, also werbefinanziert. Der Anteil derjenigen, die Premium-Abonnements nutzten, überwog also deutlich. Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern war auch unter den kostenlos Streamenden ausgeglichen. Die größte Altersgruppe stellten hier die 10- bis 19-Jährigen mit 23 Prozent vor den 40- bis 49-Jährigen mit 20 Prozent und den über 60-Jährigen mit 16 Prozent.

Ob kostenpflichtig oder werbefinanziert: Nutzerinnen und Nutzer von Streamingdiensten haben ähnliche Einstellungen zur Rolle, die Musik in ihrem Leben spielt: 62 beziehungsweise 63 Prozent bezeichneten sich als große Musikfans. 49 Prozent der kostenpflichtig Streamenden machte es Spaß, aktiv neue Musik zu entdecken, in der Gruppe der kostenlos Streamenden waren es 46 Prozent.

Jeweils die Hälfte in beiden Gruppen gab auch 2025 an, sich für das Musikhören bewusst Zeit zu nehmen. Special Editions wie beispielsweise umfangreiches Bonusmaterial, Videos und Songtexte spielten für beide Gruppen eine weniger große Rolle. Knapp jede:r Dritte (27 % beziehungsweise 29 %) war bereit, Künstler:innen oder Bands auf Social Media zu folgen. Etwas mehr als jede:r Zehnte (11 % beziehungsweise 12 %) unter den Streamenden wollte aktives Mitglied der Fangemeinde sein.

CDs wurden in Deutschland 2025 von 4 Prozent der Menschen gekauft. Hier lag der Anteil der Männer mit 71 Prozent deutlich über dem der Frauen. Die größte Gruppe stellten hier die über 60-Jährigen (36 %), gefolgt von den 50- bis 59-Jährigen (27 %) und den 40- bis 49-Jährigen (21 %). Der Anteil jüngerer Menschen lag im mittleren bis unteren einstelligen Bereich.

Demgegenüber war die Affinität zu Musik unter den CD-Fans mit 71 Prozent deutlich stärker ausgeprägt als unter den Streaming-Nutzerinnen und -Nutzern. Mehr als die Hälfte (54 %) der CD-Käufer:innen entdeckte gerne neue Musik, zwei Drittel (68 %) von ihnen nahmen sich bewusst Zeit, Musik zu hören, und ein Drittel (31 %) interessierte sich für Special Editions. In all diesen Kategorien übertrafen CD-Käufer:innen die Streamenden jeweils zum Teil deutlich. Ähnlich ausgeprägt war die Bereitschaft, Künstler:innen oder Bands auf Social Media zu folgen (27 %). Aktives Mitglied der Fangemeinde zu sein, hatte für CD-Käufer:innen mit 16 Prozent eine etwas größere Bedeutung als für die Streamenden.

Statistisch gesehen hat 2025 jede:r 50. in Deutschland Downloads gekauft, also nur noch 2 Prozent der Bevölkerung. Diese Gruppe war damit halb so groß wie die der CD-Kaufenden. Die Verteilung auf Männer und Frauen war mit 68 Prozent zu 32 Prozent ähnlich wie bei den CD-Fans, doch stellten hier die 50- bis 59-Jährigen die größte Gruppe (38 %). Den zweitgrößten Download-Anteil hatten bei deutlichem Abstand mit jeweils 20 Prozent die 30- bis 39-Jährigen und die über 60-Jährigen. Für Menschen unter 30 Jahren spielten Downloads eine noch geringere Rolle als CDs.

Die Aussage „Ich bin ein großer Musikfan“ wurde in der Gruppe derjenigen, die mit Streaming und Downloads digitale Musikformate bevorzugen, zu jeweils 63 Prozent positiv beantwortet. Etwas stärker ausgeprägt als bei den Streamenden war bei Download-Fans die Freude am aktiven Musikentdecken (53 %), auch nahmen sich mehr von ihnen bewusst Zeit, Musik zu hören (54 %). Mit 18 Prozent ebenfalls ein wenig höher war auch bei ihnen das Interesse an Special Editions.

33 Prozent der Download-Kaufenden sind bereit, Künstler:innen oder Bands auf Social Media zu folgen, was wiederum 4 beziehungsweise 6 Prozentpunkte über dem Wert der Streamenden beider Gruppen lag und übrigens auch über dem der CD-Käufer:innen. Aktives Mitglied einer Fangemeinde wollten jedoch auch bei ihnen nur 13 Prozent sein.

Die kleinste, aber musikaffinste Gruppe stellten 2025 erneut die Vinyl-Käufer:innen: 87 Prozent von ihnen betrachteten sich als große Musikfans. Sie entsprachen 1,1 Prozent der Bevölkerung, sorgten aber für rund 6 Prozent der gesamten Brancheneinnahmen. 81 Prozent der Vinyl-Kaufenden waren männlich. Der Anteil der Frauen, die Schallplatten kauften, hat sich damit 2025 auf knapp ein Fünftel (19 %) erhöht. Mit Blick auf die Altersgruppen hatten die über 60-Jährigen mit 31 Prozent den größten Anteil, ähnlich stark ausgeprägt war die Vinyl-Affinität nur bei den 50- bis 59-Jährigen (27 %). Die 30- bis 39-Jährigen hatten einem Anteil von 21 Prozent, die jüngeren Altersgruppen folgten mit großem Abstand.

Vinyl-Käuferinnen und -Käufer waren nicht nur die größten Musikfans, es machte ihnen auch am meisten Spaß, neue Musik zu entdecken, wie 80 Prozent von ihnen sagten. Und sogar 93 Prozent nahmen sich Zeit für bewusstes Musikhören. Mit 43 Prozent war auch ihr Interesse an Special Editions stärker ausgeprägt als bei Käufer:innen anderer Formate. Dies galt ebenso für die Bereitschaft, Künstler:innen oder Bands auf Social Media zu folgen und aktiver Teil einer Fangemeinde zu sein.

Die Nutzung von Streaming-Diensten verteilte sich 2025 also gleichmäßiger auf alle Altersgruppen und sogar ausgeglichen auf die Geschlechter, physische Tonträger und Downloads waren eher für Menschen ab 30 Jahren interessant und Männer hatten hier den deutlich größeren Anteil.

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