egoFM kann seine Verbreitung im baden-württembergischen DAB+ Landesmultiplex fortsetzen. Wie das Alternative-Radio gegenüber RADIOSZENE mitteilte, hat es den entsprechenden Bescheid der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) heute erhalten.

Demnach darf egoFM auf dem Kanal 11B bis zum Jahr 2032 weitersenden. „Das Team von egoFM freut sich über die gewonnene DAB+ Ausschreibung und feiert aktuell im Sender“, heißt es aus dem Sender.
Geschäftsführer Stefan Finkenzeller bewertet die Entscheidung als wichtigen Schritt für den Sender: „Für egoFM bedeutet das vor allem Planungssicherheit – und die Möglichkeit, unseren Weg als unabhängiges Musikradio konsequent weiterzugehen. Gerade in Zeiten, in denen viele Programme austauschbarer werden, sehen wir darin auch eine Bestätigung für unser Profil.“
Auch programmlich sieht man sich gestärkt. „Wir stehen damit auch in Zukunft MusikerInnen, Labels und Veranstaltern in Baden-Württemberg als Medienpartner zur Verfügung. Gerade im Alternative Bereich darf die Wertschöpfungskette an der Stelle Radio nicht unterbrochen werden“, so Programmchef Fred Schreiber.
Bereits im Dezember 2015 hatte sich der Medienrat der LFK mit der Belegung des vollständig ausgelasteten DAB+ Landesmultiplexes befasst. Wie RADIOSZENE damals berichtete, wurde egoFM in diesem Zusammenhang zunächst eine befristete Verlängerung der Verbreitung bis zum 30. Juni 2026 eingeräumt.
egoFM sendet bereits seit mehreren Jahren in Baden-Württemberg über DAB+ und erreicht dort ein Publikum zwischen Indie, elektronischer Musik, Popkultur und alternativen Themenwelten. Neben Baden-Württemberg ist der Sender auch in Bayern und Sachsen über DAB+ sowie weltweit online empfangbar.
Sendepause nach Sabotage an Strommasten
Unmittelbar vor der Bekanntgabe der Verlängerung war egoFM zudem von einem technischen Ausfall betroffen. In der Nacht zum 25. Mai 2026 kam es laut Senderangaben zu einem Stromausfall infolge eines Brandes an zwei Strommasten im Raum Garching bei München. Nach Angaben von Behörden handelt es sich mutmaßlich um einen Sabotageakt, ein technischer Defekt wurde demnach ausgeschlossen.
Der Vorfall führte zeitweise auch zu Einschränkungen in der Versorgung am Senderstandort Ismaning, wodurch egoFM vorübergehend nicht zu empfangen war. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, verletzt wurde niemand. Der Sendebetrieb wurde nach Arbeiten an der Stromversorgung und dem Einsatz von Notstromtechnik wieder aufgenommen.










