Das Schweizer Kulturradio der SRG steht offenbar vor einer ungewissen Zukunft. Nach Medienberichten wird intern über eine mögliche Einstellung von Radio SRF 2 Kultur diskutiert. Hintergrund ist ein deutlicher Reichweitenrückgang: Im ersten Quartal 2026 sollen die Nutzungsstunden um rund „28 Prozent“ eingebrochen sein – stärker als bei allen anderen SRF-Programmen.

Der Sender, früher als DRS 2 bekannt, gilt damit als besonders betroffen im laufenden Sparprogramm des Hauses. Als alternatives Szenario wird eine nationale Kulturwelle mit regionalen Fenstern genannt, angelehnt an bestehende Musikangebote.
Innerhalb der SRG SSR wächst der Druck: Kritiker sehen Versäumnisse im Profil des Programms und verweisen auf eine insgesamt rückläufige Nutzung. Andere Spartenangebote gelten hingegen als strategisch relevanter – etwa News- oder junge Formate.
Offiziell hält sich der Sender bedeckt. Man bestätige zwar, dass das Programm „in den vergangenen Jahren an Publikum verloren hat“, arbeite aber daran, Inhalte stärker am Nutzungsverhalten auszurichten. Kulturangebote würden zunehmend auch digital verbreitet. Ein Entscheid über die Zukunft von SRF 2 Kultur sei „noch nicht gefallen“.










