
Der Münchner Radiosender egoFM will auf den klassischen Verbreitungsweg UKW zurückkehren – zumindest in Hamburg. Das bestätigte der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Finkenzeller gegenüber RADIOSZENE. Demnach beabsichtigt das Programm, sich um die aktuell ausgeschriebene Frequenz 98,1 MHz zu bewerben.
„Wir werden uns als egoFM für die UKW Frequenz in Hamburg bewerben, da es leider keinen DAB+ Slot gibt. Trotzdem finden wir, dass Hamburg genau unser Zielpublikum enthält“, so Finkenzeller. Der Sender sieht insbesondere im urbanen Umfeld der Hansestadt passende Rahmenbedingungen für sein Profil: „Das Programm von egoFM ist eher urban getrieben. Unsere Hörer sind mehr in den Städten.“
egoFM erreicht laut der aktuellen Media-Analyse MA 2026 Audio I rund 30.000 Hörer. Für das Unternehmen ist diese Reichweite auch ohne UKW ein positives Signal. „Das ist für uns super cool, da es hier ohne UKW geht und wir trotzdem die 30.000 Hörer aktivieren können“, erklärte Finkenzeller.
Die Ausschreibung der UKW-Frequenz dürfte auf großes Interesse stoßen. Bereits bei früheren Vergabeverfahren in Hamburg gab es zahlreiche Bewerber – auch egoFM hatte sich 2019 schon einmal um Übertragungskapazitäten in der Hansestadt bemüht.
Der Markt für alternative Musikformate auf UKW ist in Hamburg derzeit dünn besetzt. Mit 917XFM war bis Ende 2021 ein entsprechendes Angebot auf Sendung, das nach rund elf Jahren seinen Betrieb einstellte und seither nur noch online präsent ist.
Ungeachtet des erwartbar intensiven Wettbewerbs zeigt sich Finkenzeller entschlossen: „Ich werde für Hamburg eine Stimme abgeben.“










