Beim Parlamentarischen Privatradio-Tag im Bayerischen Landtag haben Vertreter des privaten Rundfunks die Bedeutung des Mediums für die Meinungsvielfalt betont und politische Unterstützung für dessen Zukunft angemahnt. Eingeladen hatten am 19. März 2026 die beiden Branchenverbände Verband Bayerischer Lokalrundfunk (VBL) und Vereinigung Bayerischer Rundfunkanbieter (VBRA).

Nach Angaben der Veranstalter erreicht Privatradio in Bayern täglich mehr als vier Millionen Hörerinnen und Hörer und ist damit ein zentraler Bestandteil des Medienalltags – etwa im Auto, am Arbeitsplatz, im Handel oder zuhause. Ziel der Veranstaltung war es, die medienpolitische Diskussion über die Rahmenbedingungen des privaten Rundfunks voranzubringen. Dabei wurden insbesondere Wettbewerbsnachteile, bürokratische Anforderungen sowie der zunehmende Einfluss internationaler Technologieplattformen als Herausforderungen genannt.
Zu den Gästen zählten unter anderem Ministerpräsident Markus Söder, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Landtagsvizepräsident Alexander Hold sowie mehrere Staatsminister und Fraktionsvorsitzende. Die Moderation übernahm Tanja Scholl von Radio Gong 97.1 in Nürnberg.

Falk Zimmermann, 1. Vorsitzender der VBL, erklärte: „Privatradio in Bayern sichert Meinungsvielfalt, informiert verlässlich und stärkt Wirtschaft sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt im gesamten Freistaat. Voraussetzung hierfür ist ein modernes Landesmedienrecht mit einer verlässlichen und technologieoffenen Medienförderung. VBL und VBRA machen sich hierfür gemeinsam stark.“
Auch Dr. Bernhard Hock, Vorsitzender der VBRA, verwies auf die Bedeutung stabiler politischer Rahmenbedingungen: „Bayern kann stolz sein, eine bundesweit einzigartige Rundfunklandschaft zu besitzen. Damit das so bleibt und wir Privatradio als demokratische Infrastruktur effektiv schützen, braucht es klare politische Entscheidungen und faire Rahmenbedingungen. Hierfür setzen wir uns beim Parlamentarischen Privatradio-Tag im Bayerischen Landtag zielgerichtet ein.“
Die Bamberger CSU-Landtagsabgeordnete Melanie Huml forderte außerdem Unterstützung: „Wir können natürlich die Lokalradios nicht alleine lassen, sondern es ist notwendig da auch zu unterstützen und zu helfen und das ist einfach absolut klasse, was da jeden Tag, jeden Morgen, jeden Abend zu jeder Stunde geboten wird. Und es wird ja immer wichtiger, dass die Menschen wirklich gute Informationen vor Ort bekommen und dafür steht das Lokalradio für eben differenzierte Informationen vor Ort.“
Quelle: Vereinigung Bayerischer Rundfunkanbieter e.V. (VBRA) und Verband Bayerischer Lokalrundfunk (VBL) e.V.











